Angela Merkel

Mattes fordert schnellen Ladenetzausbau

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Bernhard Mattes. Foto: Auto-Medienportal.Net

Nach der Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Ministerpräsidenten appelliert der Verband der Automobilindustrie (VDA) an die Politik, den Ausbau nun schnell und koordiniert voranzutreiben und zeitnah eine Gesamtplanung vorzulegen. ,,Dafür müssten Bund, Länder und Kommunen klare Ziele definieren und rechtliche Hürden abbauen", hieß es von VDA-Präsident Bernhard Mattes.

,,Die Kommunen spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie müssen in dem Prozess zum Ausbau der Ladesäulen in ihrer Verantwortung gestärkt werden. Außerdem sollten sie mit anderen öffentlichen Planungsträgern Unterstützung und klare Orientierungsmarken für das Errichten von Ladesäulen-Netzen bekommen", sagte Mattes. Die Bundesregierung sei gefordert, den Ausbau ressortübergreifend abzustimmen sowie für Umsetzungsmonitoring und Statusinformationen zu sorgen. Elektromobilitätsmanager seien in den Kommunen ein wichtiger Baustein.
 
Nötig sei ein regelmäßiges Monitoring der Umsetzung aller Auf- und Ausbaupläne sowie ein transparentes, bürgernahes Verfahren. Außerdem müssten die rechtlichen Hürden abgebaut werden, vor allem im Miet- und Wohnungseigentumsrecht. Aktuell gibt es keine übergreifende Koordinierung des Infrastrukturaufbaus durch Bund, Länder oder Kommunen. Das hat zur Folge, dass bisher wenig konkrete Gesamtziele und Pflichten formuliert wurden und der Aufbau fragmentiert und regional unterschiedlich erfolgt. Die von der Bundesregierung geplante ,,Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur" sei laut Mattes ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, sofern die Leitstelle ,,Biss" habe.
 
Für die koordinierte Umsetzung des Ausbaus will das Bundesverkehrsministerium noch in diesem Jahr die Leitstelle einrichten. Sie soll die entsprechenden Bundes- und Landes-Aktivitäten koordinieren und die Kommunen bei der Planung und Umsetzung unterstützen. Die Automobilindustrie hat sich ihrerseits verpflichtet, bis Ende 2022 15.000 Ladepunkte auf betrieblichen Parkflächen und dem angeschlossenen Handel zu errichten. Diese Zahl soll bis 2030 auf 100.000 anwachsen. Die Automobilindustrie ist bereit, die Leitstelle auch durch Entsendung technischer Experten aktiv zu unterstützen. (ampnet/deg)

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