Motorsport

Mit dem Rennwagen durchs Wohnzimmer

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mid Groß-Gerau - Der erste virtuelle Rennwagen von Ford basiert auf keiner bestehenden Baureihe, sondern er entsteht von Grund auf neu. Ford

Auch im Motorsport stehen die Räder still. Wann die Startampel in der Formel 1, der Formel E oder auf den Rallye-Pisten wieder auf Grün schaltet, kann im Augenblick niemand sagen. Doch viele Racing-Fans kommen auch während der Corona-Krise auf ihre Kosten. Sie bleiben zuhause und fahren mit dem Rennwagen einfach durchs Wohnzimmer. Wie bitte? Wie soll das denn gehen?


Auch im Motorsport stehen die Räder still. Wann die Startampel in der Formel 1, der Formel E oder auf den Rallye-Pisten wieder auf Grün schaltet, kann im Augenblick niemand sagen. Doch viele Racing-Fans kommen auch während der Corona-Krise auf ihre Kosten. Sie bleiben zuhause und fahren mit dem Rennwagen einfach durchs Wohnzimmer. Wie bitte? Wie soll das denn gehen?

Ganz einfach: Viele Hersteller nehmen die Menschen mit in die virtuelle Welt. Bei BMW beispielsweise sind sogar namhafte Rennfahrer im Einsatz und liefern sich spannende Wettrennen an der Spielekonsole. Auch Ford hat ein Herz für die Gamer-Community und startet rasant durch. Der in Köln ansässige Autobauer bietet autobegeisterten Computerspielern ab sofort die Möglichkeit, an der Entwicklung des ultimativen Rennfahrzeugs mitzuwirken.

Der Clou dabei: Der erste virtuelle Rennwagen von Ford basiert auf keiner bestehenden Baureihe, sondern er entsteht von Grund auf neu, heißt es. Das Ziel: Der Autohersteller will so auf eine völlig neue Art mit der immer größer werdenden Gaming-Community zusammenkommen. Es ist eine Synergie aus automobiler Expertise und gelebter Gaming-Erfahrung.

"Ein Rennwagen ohne Tabus für die virtuelle Welt zu entwickeln, ist der Zeitpunkt, an dem die Handschuhe ausgezogen werden und das Design-Team seiner Fantasie wirklich freien Lauf lassen kann. Der Input der erfahrenen Gamer ist darüber hinaus entscheidend dafür, dass es das begehrteste Auto zur Auswahl sein wird", sagte Amko Leenarts, Design-Direktor von Ford Europa.

Zu den am Design des Autos beteiligten Personen des "Team Fordzilla P1" gehören die jeweiligen Kapitäne der bereits existierenden fünf Fordzilla-E-Sport-Teams. Das Design-Team von Ford of Europe interessiert sich außerdem für weitere Kontakte innerhalb der Gaming-Community.

Die Designer möchten die gesamte Gaming-Community in den kreativen Prozess mit einbeziehen, unter anderem durch eine Reihe von Twitter-Umfragen, die von @TeamFordzilla gepostet werden. Jede Umfrage bezieht sich auf wichtige Design-Attribute, angefangen beim Motor bis hin zur Cockpit-Form, über deren Gestaltung die Gamer mitentscheiden können.

Dieser Design-Ansatz des Autobauers soll sicherstellen, dass die Fahrer-Perspektive bei jedem Schritt des Entwicklungsprozesses berücksichtigt wird. Die Arbeit an dem Projekt kann via @TeamFordzilla auf Twitter- und Instagram-Kanälen verfolgt werden.

"Wir alle lieben es, unsere Traumautos im Rennspiel zu fahren. Aber letztendlich sind das in der Regel bloß Nachbildungen von Fahrzeugen, die es in der realen Welt tatsächlich gibt", sagte Angelo Bülow, Kapitän des deutschen Fordzilla-Teams. "Umso spannender wird es sein, zum ersten Mal hinter dem Steuer des künftigen #TeamFordzillaP1 zu sitzen und zu wissen, dass wir als Spieler nicht nur zur Entstehung des Fahrzeugs beigetragen haben, sondern dass auch niemand sonst jemals zuvor damit gefahren ist."

Für viele Gamer sicher ein kleiner Lichtblick in der Krise.

Ralf Loweg / mid

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