Ratgeber

Moderne Schweißverfahren, für den Hobbyhandwerker und Profi!

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@ IA-ID 272447 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Heutzutage ist es dem Heimwerker und Hobbyhandwerker möglich, relativ einfach Schweißarbeiten mit etwas Übung selbst durchzuführen. Dies liegt einerseits an der steten Weiterentwicklung von Arbeitsprozessen und deren einfachere Handhabe durch moderne Technik.

Das schlüssige Verbinden von Werkstoffen sollte bei tragenden Teilen, sowie Fall- und Überkopfschweißarbeiten zwar noch immer dem Profi überlassen werden, dennoch spricht kein Grund dagegen, bei der Fahrzeugrestauration, der Blechverarbeitung oder der Reparatur des Eisenzaunes eigenständig zu agieren. Dazu sollte sich der Heimwerker - wie der Profi - im Vorfeld dem Arbeitsschutz widmen und sich mit dem Arbeitsverfahren intensiv auseinandersetzen. Dies reduziert die Unfallgefahr.

Das Schweißen führt zu einer unlösbaren stoffschlüssigen Verbindung eines Werkstoffes durch den Schmelzvorgang bei hohen Temperaturen oder durch Druck. Dazu können sowohl reine Metalle als auch Metalllegierungen durch Zusatz artgleicher Werkstoffe als auch artfremder Werkstoffe, die jedoch ähnliche Schmelztemperaturen wie der zu schweißende Werkstoff selbst besitzen, verwendet werden. Vor allem beim Autotuning sowie bei der Wiederherrichtung alter Fahrzeuge greifen immer mehr Interessierte zu modernen Schweißverfahren beim PKW zurück.

Vom Autogenschweißen bis zum Bolzenschweißen, die Schweißverfahren im Kurzüberblick!

Mit dem Autogenschweißen wird ein Gasschmelzschweißverfahren verbunden, welches mithilfe der Stichflamme eines Schweißbrenners Temperaturen zwischen 2000 bis 3000 ° Celsius erzeugt. Damit können Metallbauteile mit einer Wandstärke bis zu 6 Millimeter verarbeitet werden. Die große Hitzeeinwirkung wird durch ein Gasgemisch erzeugt, welches arbeitstechnisch betrachtet, ausschließlich fachgerecht gelagert werden darf. Aufgrund der Lagerung und der Materialumformung bei Hitzeeinwirkung ist dieses Schweißverfahren für den Heimwerker eher ungeeignet.

Das Elektrodenschweißen eignet sich für den häuslichen Gebrauch schon eher. Dieses Lichtbogenschweißverfahren benötigt eine Gleichstrom- oder Wechselstromquelle, welche nicht viel größer als ein kleiner Kasten ist. Der handliche und einfache Aufbau dieses Schweißgerätes macht es zum gern genutzten Utensil vieler Eigenheimgaragen. Die Schutzgasschweißarten Metall-Aktivgas-Schweißen (MAG) und Wolfram-Inertgas-Schweißen (WIG) sind aufgrund der verwendeten Gase nahezu ausschließlich im Industriemaßstab gebräuchlich.

Ganz anders verhalt es sich mit dem sogenannten Bolzenschweißen, welches in allen wichtigen metallverarbeitenden Industrien zur Verwendung kommt. Dieses Verfahren eignet sich sowohl im Fahrzeugbau, Maschinenbau als auch in der Elektroindustrie und vielen anderen metallverarbeitenden Betrieben mehr.

Arbeitsschutzmaßnahmen beim Schweißen verhindern Betriebsunfälle!

Da es während eines Schweißvorganges zu hoher Hitzeentwicklung sowie Funkenschlag kommen kann, selbst wenn es sich um eine so kurzweilige und moderne Methode wie das Bolzenschweissen handelt, müssen dennoch die Arbeitsvorschriften und Regeln der Metall und Oberflächenbehandlung eingehalten werden. Sowohl Mitmenschen als auch der eigene Körper muss geschützt werden.

Beim Schweißen muss feuerfeste Arbeitsschutzkleidung verwendet und zusätzlich Lederhandschuhe getragen werden, welche die Hände vor Verbrennungen schützen. Arbeitsschutzmaßnahmen müssen bei jeder Form von handwerklicher Tätigkeit beachtet werden, was auch für Autoreparaturen gilt. Werden Schweißarbeiten in der Autowerkstatt durchgeführt, muss die Werkstatt gut durchlüftet sein, gerade weil das Auto in Verbindung mit entflammbaren Gasen und Flüssigkeiten steht.

Vor jedem Arbeitsvorgang sollten die betreffenden Schweißstellen gereinigt und Rost sowie Farbe entfernt werden. Schweißarbeiten im Keller oder ähnlichen Räumlichkeiten sollten auf mindesten 10 Millimeter starken Blechplatten stattfinden. Nach der Benutzung jedes Schweißgerätes sollte dieses gereinigt werden. Dazu gilt es das Gerät von der elektrischen Stromversorgung zu kappen. Metallreste sowie Schlackereste sind jene Verunreinigungen, welche dem Schweißgerät stark zusetzen. Des Weiteren sollten elektrische Arbeitsgeräte des Öfteren entstaubt werden.

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