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Ratgeber: Das richtige Auto für Fahranfänger - Sicher und zuverlässig

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  • 26. Mai 2020, 13:22 Uhr
  • Elfriede Munsch/SP-X
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Fahranfänger brauchen ein sicheres Auto Foto: SPX

Fahranfänger brauchen kein schickes oder leistungsstarkes Fahrzeug. Sie benötigen ein sicheres Gefährt.

SP-X/Köln.Nachdem die Fahrschulen wieder unterrichten und ausbilden dürfen, werden demnächst viele junge Menschen ihren Führerschein machen. Damit steht für die Fahranfänger auch die Frage nach dem ersten eigenen fahrbaren Untersatz an. Worauf sollten sie beim Kauf ihres Autos achten?

Budget

Die Frage nach dem zur Verfügung stehenden Budget bildet den Auftakt der Überlegungen. Gibt das Konto viel oder doch deutlich weniger finanziellen Spielraum her? Wer nur einen kleinen Betrag investieren kann, sollte unbedingt mögliche Folgekosten bedenken. Oftmals sind billige Fahrzeuge nicht gut in Schuss. Reparaturenkönnen dann teuer werden. Besser ist noch zu warten und zu sparen, bis man sich einen Pkw leisten kann, der zumindest über eine frische Hauptuntersuchungs-Plakette verfügt. Sie ist ein guter Indikator für einen vernünftigen Gesamtzustand des Autos.Wer sich selbst nicht in der Lage sieht, den technischen Zustand des Fahrzeugs ordentlich zu überprüfen, für den bieten viele Händler oder Prüfstellen Gebrauchtwagenchecks an. Außer den reinen Anschaffungskosten gilt es auch weitere Kosten zu bedenken. Neben Versicherung (s.u.) muss man unter anderem noch Geld für Treibstoff, Wartung und Kfz-Steuer haben. Zulassung und Schilder kosten ebenfalls. 

Welcher Fahrzeugtyp soll es denn sein?

Die Frage ob Sportwagen oder Kleinstwagen stellt sich meistens so extrem nicht. Doch reicht manches Budget für gebrauchte Mittelklassefahrzeuge oder Sportwagen älteren Baujahrs. Statt aber das Geld in Prestige und PS zu investieren, greifen Fahranfänger besser zu nicht allzu üppig motorisierten und etwas neueren Fahrzeugen. Beliebt sind etwa Klein- und Kompaktwagen; sie haben auch den Vorteil, dass sie vergleichsweise wendig und übersichtlich sind. 

Sicherheit

Das wichtigste Kriterium bei der Fahrzeugwahl sollte der Aspekt der Sicherheit sein. Zu den unabdingbaren Sicherheitsfeatures zählen ABS und ESP. Das Automatische Bremssystem ABS, das ein Auto auch beim Bremsen lenkbar hält, ist auf Basis einer Selbstverpflichtung der europäischen Automobilindustrie seit dem 1. Juli 2004 bei allen Fahrzeugen mit weniger als 2,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht serienmäßig. Bei älteren Fahrzeugen war es oft aufpreispflichtig und ist dort deswegen nicht immer an Bord. 

Für das elektronische Stabilitätsprogramm ESP besteht seit Ende 2014 eine Einbaupflicht für Neuwagen. Besonders bei Kleinwagen gab es ESP bis dahin nur gegen Aufpreis, viele Käufer scheuten aber damals die Extrakosten. Kaufinteressenten eines älteren Gebrauchten sollten also genau in die Ausstattungsdetails schauen. Gerade für Fahranfänger ist aber ESP sehr hilfreich, da es viele kritische Fahrsituationen entschärfen kann. In einem ESP-System ist ein ABS immer enthalten.

Während ABS und ESP sowie zumindest zwei Airbags (Fahrer und Beifahrer) ein absolutes Muss für Fahranfänger sind, gibt es je nach Budget weitere sinnvolle Extras. Empfehlenswert etwa sind weitere Airbags, idealerweise je zwei Seiten- und Kopfairbags. Auch eine Klimaanlage ist eine gute Investition, da die Aufmerksamkeit bei stickiger Sommerhitze im Auto schnell sinkt.

Ein wichtiges Sicherheitsdetail für junge Fahrer ist sicherlich eine funktionierende Smartphone-Anbindung sowie eine Freisprechanlage. Ein solches System sollte zumindest nachrüstbar sein, so dass der Fahrer erst gar nicht in Versuchung kommt, mit dem Smartphone am Ohr zu telefonieren.

Versicherung

Ist das ,,Traumauto" gefunden, steht noch eine weitere Hürde an: die Kfz-Versicherung. Mangelnde Fahrpraxis und eine ungünstige Schadenfreiheitsklasse sorgen für hohe Prämien. Günstiger wird es für Fahranfänger, wenn sie das Auto über die Eltern als Zweitwagen versichern. Versicherungen stufen das Fahrzeug dann für gewöhnlich in eine günstigere Schadensfreiheitsklasse ein. Teilweise werden auch die eventuell unfallfreien Jahre berücksichtigt, die der Führerschein-Frischling zuvor das elterliche Auto bewegt hat. Auch das begleitete Fahren mit 17 Jahren sowie ein absolviertes Fahrsicherheitstraining werten Kfz-Versicherer oft als Gewinn für die Fahrpraxis und gewähren Nachlässe. Auch Auto-Hersteller werben regelmäßig um Fahranfänger, indem im Rahmen von Leasingangeboten die Versicherung enthalten ist. 

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