40 Jahre Quattro

Im Rückspiegel: Als der Iltis den Audi das Klettern lehrte

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Keine Angst vor 40,4 Grad Steigung: 2019 meisterte Mattias Ekström in einem Audi e-tron den Zielhang der legendären Streif in Kitzbühel. Foto: Auto-Medienportal.Net

Vor 40 Jahren präsentierte Audi den ersten Quattro und ging damit in seiner langen Geschichte einen großen Schritt ins Premiumsegment. Anlässlich dieses Jubiläums eröffnet Audi Tradition am Montag,1. Juni 2020, eine bis 28. Februar geöffnete Sonderausstellung im ,,Audi museum mobile" unter dem Titel ,,In Between" in Ingolstadt: Die Schau zeigt den Weg des Audi Quattro von der Vergangenheit bis in die Zukunft und präsentiert eine Fülle von Studien und Motorsport-Zeitzeugen der vergangenen 40 Jahre.

Seit der Ur-Quattro 1980 auf dem Genfer Automobilsalon debütierte, hat sich das Prinzip der vier angetriebenen Räder zu einer der stärksten Säulen der Marke entwickelt. Bis heute hat Audi knapp 10,5 Millionen Autos mit Quattro-Antrieb produziert - ein Erfolg, der keine Endabrechnung sein soll, sondern nur ein Zwischenstand. Denn die Automobilindustrie befindet sich im Wandel: Wir sind mittendrin in einer Transformation, die bestimmt wird von neuen Antriebstechnologien und Digitalisierung.

Was die ,,Faszination Quattro" in Zukunft bereithält, zeigen aktuelle Studien, wo die Technik herkommt zum Beispiel ein Audi Ur-Quattro und ein Audi Sport Quattro. Erstmals sind auch die ,,Audi-Schanzen-Fahrzeuge" an einem Ort versammelt: Der Audi 100 CS Quattro in dem Harald Demuth 1986 die Skisprungschanze im finnischen Kaipola hochfuhr, der Audi A6 4.2 Quattro, in dem Uwe Bleck 2005 an gleichem Ort die Fahrt wiederholte und schließlich der Audi e-tron mit dem Mattias Ekström die 40,4 Grad Steigung der legendären Streif in Kitzbühel meisterte.

Begonnen hatte die Quattro-Legende im März 1980, als ein allradgetriebenes Coupé für Aufsehen sorgte. Erstmals wurde mit dem Audi Quattro ein Hochleistungsfahrzeug mit permanentem Allradantrieb angeboten, einem Antriebskonzept, das bis dahin nur bei LKW und Geländewagen Verwendung gefunden hatte. Die Idee zu einem solchen vierradgetriebenen Personenwagen war im Winter 1976/77 bei Testfahrten mit dem für die Bundeswehr bei Audi in der Entwicklung befindlichen VW Iltis Geländewagen aufgekommen. Das hervorragende Fahrverhalten dieses Geländewagens auf Eis und Schnee führte zu der Überlegung, den Allradantrieb in einem leistungsstärkeren Straßenfahrzeug auszuprobieren.

Das Ergebnis war ein sportliches Audi Coupé mit Namen Quattro. Für den Vorschub sorgte eine auf 200 PS (147 kW) leistungsgesteigerte Variante des im Herbst 1979 vorgestellten 2,2 Liter Fünf-Zylinder-Turbomotors. Sein offizielles motorsportliches Debüt gab der Audi Quattro Anfang 1981 bei der Jänner-Rallye in Österreich. Das Allrad-Kraftpaket aus Ingolstadt hat von da an die internationale Rallye- und Rennszene revolutioniert. (ampnet/Sm)

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