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Kaufberatung: Kia XCeed - Die smarte SUV-Alternative

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Optisch kann sich der auffällige XCeed deutlich aus der Ceed-Familie abheben Foto: Kia

Weder Allerwelts-Kompakter noch protziger Vollwert-SUV: dem Kia XCeed gelingt es, Lifestyle und Alltagsnutzen in Einklang zu bringen.  

Wer vom SUV-Virus befallen ist und sich dennoch ein Auto der Vernunft wünscht, sollte unbedingt einen Blick auf den neuen XCeed werfen. Das vierte Mitglied der Ceed-Familie ist SUV, Coupé, Kompakter und Kombi zugleich, ohne sich einer dieser Gattungen zu sehr anzunähern. Dem Kunden bietet der Koreaner damit mehrere derzeit gefragte Stilelemente, gehobenen Nutzwert und außerdem noch starke Technik zu einem zudem fairen Preis.

Kurzcharakteristik: Am ehesten lässt sich der XCeed in die Rubrik der SUV-Coupés einordnen. Mit höhergelegter Karosserie und Robustheit suggerierender Rundumbeplankung vermittelt er das Abenteuer-Versprechen der Pseudo-Offroader. Das elegant gerundete Heck verleiht dem sehenswerten Blechkleid eine weitere, reizvolle Livestyle-Würze. Darüber hinaus stecken in ihm die vielen guten Gene der in mehreren Generationen gereiften Kompaktbaureihe Ceed mit modernen Antrieben, ausgewogenem Fahrwerk und attraktiven Ausstattungsoptionen.

Karosserie: Obwohl unterm Blechkleid technisch der Ceed steckt, hat der XCeed vom Standard-Bruder nur die Vordertüren übernommen, der Rest des gut 4,40 Meter langen Fünftürers ist hingegen eigenständig. Entsprechend seiner Größe finden auf beiden Sitzreihen auch Erwachsene gute Platzverhältnisse vor. Größere Gäste kommen im Fond allerdings dem Dachhimmel verdächtig nah. Der 426 Liter große Kofferraum lässt sich klassisch auf 1.378 Liter und damit fast auf Kombiniveau erweitern. Den Transportalltag erleichtern auf Wunsch eine elektrische Heckklappe, Verzurrösen, Taschenhaken, eine 12-Volt-Steckdose oder eine im Verhältnis 40:20:40 umlegbare Rückbanklehne.

Motoren: Bei Kia hält man dem effizienten Diesel weiterhin die Treue. Ihn gibt es im 1,6-Liter-Vierzylinder-Format in den Leistungsstufen 85 kW/115 PS und 100 kW/136 PS. Beide Selbstzünder sind mit Handschalter oder alternativ mit einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar. Die Automatik ist nicht nur komfortabler, sondern außerdem auch fahrdynamisch das attraktivere Getriebe. Dieses bietet Kia ebenfalls in Kombination mit dem mittleren Benziner 1.4 T-GDI (103 kW/140 PS). Der 1.4er ist der smarte Kompromiss, denn er ist spritzig und sparsam zugleich. Fast schon sportlich unterwegs ist der XCeed mit dem Topbenziner 1.6 T-GDI (150 kW/204 PS), der im Zusammenspiel mit dem DCT die 100 km/h in 7,5 Sekunden und maximal 220 km/h erreicht. Wer lieber geruhsam unterwegs ist und zudem selber schalten will, dürfte auch mit dem 88 kW/120 PS starken Basisbenziner 1.0 T-GDI glücklich werden.

Dank neuem Plug-in-Hybridantrieb kann der XCeed sogar rein elektrisch fahren. Ein rund 9 kWh großer Akku ermöglicht dieser Version E-Reichweiten von fast 60 Kilometern. Die elektrische Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erlaubt auch emissionsfreies stromern selbst auf Autobahnen. Im Konzert mit dem Benziner sind dank 141 PS Systemleistung stets auch mehr als 190 km/h möglich. Mit nur 1,6 Liter fällt der Normverbrauch artgerecht sehr niedrig aus.

Ausstattung: Wie bei Kia üblich, gibt es für den XCeed keine Einzeloptionen, sondern sechs Ausstattungsniveaus, die sich mit verschiedenen Sonderausstattungspaketen kombinieren lassen. Den rund 21.000 Euro teuren Einstieg in die XCeed-Welt markiert der 1.0 T-GDI in der Version ,,Edition 7", die mit 16-Zoll-Alus, Klimaanlage, Fensterheber, Tempomat und LED-Scheinwerfer aufwartet. Mit knapp 1.200 Euro Aufpreis für das Emotion-Paket mit Parkpiepser, Rückfahrkamera, Lenkrad- und Sitzheizung sowie dem 8-Zoll-Touchscreen mit Apple Carplay und Android Auto bekommt man ein bereits rundes Gesamtpaket. Ebenfalls noch günstig ist die nächsthöhere Ausstattung ,,Vision" (ab rund 23.300 Euro), die sich mit Komfort-Paket (790 Euro) und Technologie-Paket (400 Euro) noch mit Extras wie 2-Zonen-Klimaautomatik und Abstandstempomat zum moderaten Preis sinnvoll aufrüsten lässt. Ab rund 25.700 Euro bekommt man diese und ein paar weitere Extras in der Ausstattung ,,Spirit", die einen überzeugenden Kompromiss aus Preis und Leistung bietet.

Wer Wert auf eine Vielzahl von Assistenzsystemen, Super-Navi, Konnektivitätsdienste oder Komfortdetails wie elektrische Heckklappe sowie schlüsselloses Zugangs- und Startsystem legt, sollte besser gleich in die teuren Linien ,,XDition" (ab rund 28.000 Euro) oder ,,Platinum Edition" (ab rund 32.800 Euro) investieren.

Empfehlungen:

Für Vielfahrer: Wer viel und vor allem flott auf der Autobahn unterwegs ist, sollte beim XCeed den durchzugsstarken Topdiesel in Kombination mit dem DCT wählen. Zusammen mit Abstandstempomat lassen sich auch lange Etappen bei moderatem Verbrauch zügig und zugleich entspannt abspulen.

Für Anspruchsvolle: Der über 200 PS starke Top-Benziner macht den XCeed richtig flott. Wer diesen noch mit dem DCT und der besonders edlen Ausstattung Platinum Edition kombiniert, bekommt einen nobel eingerichteten und technisch hochgerüsteten Hingucker, der kaum Wünsche offenlässt. Mit rund 36.600 Euro muss man sich allerdings finanziell schon ziemlich weit strecken.

Für Klimaschützer und Kurzstreckenfahrer: Wer den XCeed vornehmlich für Arbeitsweg sowie als Kindergarten-Shuttle und Einkaufswagen nutzen will, könnte mit dem Plug-in-Hybrid glücklich werden, denn auf kürzeren Routen erlaubt er vorwiegend elektrisches und damit umweltschonendes Fahren. Und sollte doch mal eine lange Tour anstehen, steht dafür stets noch ein Benziner zur Verfügung.

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