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Test Carthago 2021: Aufwertung und neues Basisfahrzeug

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Carthago C-Tourer mit Mercedes-Benz Sprinter als Basisfahrzeug. Foto: Auto-Medienportal.Net/Carthago

Wie die gesamte Reisemobilbranche gewinnt auch die Premium-Marke Carthago in Zeiten von Corona. Die Geschäfte laufen wie geschmiert. Auf dem Caravan-Salon Anfang September zeigen die Schwaben die überarbeiteten Baureihen von C-Compactline und des C-Tourer als teil- und vollintegrierte Wohnmobile. Außerdem gesellt sich der Mercedes-Benz Sprinter ins Modellprogramm, in dem bislang einzig der Fiat Ducato als Basisfahrzeug genutzt wurde. Die Preise der 6,60 bis 7,40 Meter langen Mobile starten bei rund 72.000 Euro.

Wie so oft isst auch beim Reisemobil das Auge mit. In die Jahre gekommen ist das Design der schlanken Compactline noch lange nicht, dennoch bekommt die Serie neu gestaltete Front- und Heckwände. Auffällig sind vor allem die Full-LED-Scheinwerfer, die neben der überragenden Aussicht nach vorn bei Dunkelheit die Nacht zum Tag machen. Sie werden auf Wunsch bei den integrierten Fahrzeugen eingebaut. Die inneren Werte haben ebenfalls gewonnen, die Wohnräume mit neuer Möbelarchitektur im Bereich der Sitzgruppen sowie die überarbeiteten Kombibäder bieten mehr Bewegungsfreiheit und bessere Ergonomie. Ausstattungsdetails wie ein zweiter Fernseher im Schlafraum, die bislang der Oberklasse der Carthago Liner vorbehalten waren, kommen nun auch bei den Einsteigermobilen der Marke an Bord.

Beim C-Tourer gibt es künftig die Wahlmöglichkeit. Sowohl die integrierten wie auch die teilintegrierten Modelle rollen auf Wunsch auf dem Sprinter statt dem Fiat Ducato. Dabei wird in beiden Fällen nur der Triebkopf genutzt, unter dem Heck sorgt das bewährte Tiefrahmenchassis von Al-Ko für gute Fahreigenschaften und eine bequeme Einstiegshöhe. Es ermöglicht außerdem die stauraumgewinnende Doppelbodentechnik. Die Vielfalt ist dadurch gewachsen, die Baureihe C-Tourer kommt mittlerweile auf 25 verschiedene Ausführungen.

Viele der Compactline und C-Tourer bleiben beim zulässigen Gesamtgewicht unterhalb der 3,5 Tonnen-Grenze. Wenn nicht allzu viele Zusatzausstattungen an Bord sind (deren zusätzliches Gewicht bei den technischen Angaben nicht, wohl aber von der Polizei berücksichtigt wird), bleibt auch noch eine angemessene Zuladung übrig. Für die schwereren Fälle lastet Carthago den Sprinter auf 4,5 Tonnen auf oder greift bei den Liner-Reisemobilen zum Iceco Daily, der jetzt mit neuen Fahrassistenz-Paketen mehr Komfort und Sicherheit bietet. An Bord findet sich auf Wunsch ein praktischer Kaffeemaschinenlift, der den Brühautomaten bei Nichtgebrauch automatisch im üppigen Stauraum der Küche verschwinden lässt.

Für alle Reisemobile auf Ducato-Basis bietet der in Aulendorf bei Ravensburg beheimatete Hersteller Leichtmetallräder mit neuem Design an. In den Küchen lösen die Kühlschränke der Serie 10 von Dometic mit dem beidseitigem Öffnungsanschlag die bisherigen Kälteboxen ab. Außerdem wird auf Wunsch ein Backofen mit Grill in bequemer Griffhöhe im Küchenunterschrank installiert. Neue Polsterkombinationen und eine Vielfalt von Variationsmöglichkeiten mit Textilleder sowie Teil- oder Voll-Lederausstattungen runden die Modell-Erneuerung für die Saison 2021 ab.

Carthago hat sich nach reiflicher Überlegung für eine Teilnahme am Caravan-Salon in Düsseldorf entschieden. Dort sollen ausgeklügelte Hygienekonzepte die Infektionsgefahr minimieren. Es gibt unter anderem Einbahnregelungen auf den Ständen, Desinfektionsmittelspender und selbstverständlich ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung Pflicht. Geschäftsführer Bernd Wuschack, ist überzeugt, dass die Salon-Besucher mit diesen Voraussetzungen leben können und rechnet mit vielen Interessenten auf dem Stand von Carthago und dem der Tochtermarke Malibu. (ampnet/mk)

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