Skoda

Im Rückspiegel: Der Kleinwagenkombi aus Tschechien

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Skoda Fabia Kombi (2000-2006). Foto: Auto-Medienportal.Net/Skoda

In diesem Jahr wird der Skoda Fabia Kombi 20 Jahre alt. Die Kombiversion stellt Skoda 2000 auf dem Autosalon in Paris vor und bietet im überschaubaren Segment der Kleinwagen-Kombis auf 4,22 Metern ein Kofferraumvolumen von 426 bis 1225 Litern - genug für das "Auto des Jahres 2001". Die kompakte Bauweise und der attraktive Preis verschaffen ihm seinen Erfolg. Bis heute gingen 1,5 Millionen Exemplare, inklusive der Nutzfahrzeugvariante Praktik, zu den Kunden der Tschechen - ein Anteil von 34 Prozent für den Kombi.

Die erste Generation des Fabia Kombi, die von 2000 bis 2006 gebaut wurde, ist bereits mit vielen Ausstattungsdetails der Kollegen aus Wolfsburg ausgerüstet. Je nach Konfiguration sind ein Navigationssystem, ein Tempomat, Parksensoren am Heck, eine elektronische Stabilitätskontrolle und eine Klimaautomatik inklusive einer Kühlung für das Handschuhfach an Bord. Ein Vorläufer der von Skoda getauften "Simply-Clever-Ideen" ist damals der schwenkbare Cupholder für den Fahrer.

Im ersten Modelljahr stehen vier Benzinmotoren mit 1,4 und 2,0 Litern Hubraum und einem Leistungsspektrum von 60 PS (44 kW) bis 115 PS (85 kW) zur Wahl, außerdem bietet Skoda zwei 1,9-Liter-Diesel mit 64 PS (47 kW) oder mit Turboaufladung und einer Leistung von 100 PS (74 kW) an. Den Fabia Kombi der ersten Generation gibt es außerdem als Nutzfahrzeugvariante Praktik. Der Nachfolger des Forman Praktik hat zwei Sitze und verfügt über einen Laderaum, der durch eine feste Trennwand abgeteilt ist. Die hinteren Seitenfenster ersetzen Blechpaneele in Wagenfarbe, der Zugang zum Laderaum ist durch die Heckklappe oder die rechte hintere Seitentür möglich.

Ab der zweiten Generation (2007 bis 2013) bieten die Tschechen den Fabia Kombi in der Modellvariante Scout an. Kunststoffapplikationen in Grau und Silber an Front und Heck sowie an Radhausverkleidungen und Seitenschwellern prägen neben serienmäßigen 16-Zoll-Leichtmetallrädern den robusten Look des Modells. Auch der Innenraum orientiert sich mit spezifischen Sitzbezügen und Dekorleisten an den Scout-Modellen aus anderen Baureihen.

Die Pumpe-Düse-Ära aus Niedersachsen nimmt auch der Fabia dankend an: Mit 1,4 und 1,9 Litern Hubraum und 80 PS (59 kW) oder 105 PS (77 kW) sowie Benzinmotoren mit einer Leistung von 85 PS (63 kW) oder 105 PS (77 kW) geben ihre Kraft über manuelle Fünf-Gang-Getriebe oder eine Sechs-Stufen-Automatik an die Vorderräder weiter. Auf Wunsch ist ein Schlechtwege-Paket mit erhöhter Bodenfreiheit erhältlich.

In Mlada Boleslav entdeckt man den Fabia als RS-Variante, die in der zweiten Generation ebenfalls für den Kombi erhältlich war. Die Kombination aus einem mechanischen Kompressor und einem Turbolader sorgt für eine Leistung von 180 PS (132 kW) und wird serienmäßig mit einem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe verbunden. Die Monte-Carlo-Modelle, die seit der zweiten Generation zur Modellpalette des Fabia Kombi zählen, zitieren ebenfalls die Rallye-Geschichte der Marke. Sie verfügen über ein sportliches Exterieur mit zahlreichen schwarzen Akzenten und ein Sportfahrwerk. Den überwiegend in Schwarz gehaltenen Innenraum zieren Sportsitze.

Die minimale Kapazität des Kofferraums ist in diesem Zeitraum um mehr als 100 Liter gestiegen. Mit dem Wechsel zur zweiten Generation steigt das Basisvolumen auf 480 Liter, das maximale Volumen sogar um 235 auf insgesamt 1460 Liter. Die dritte Generation wird 2014 vorgestellt und etabliert den Fabia schließlich als Fahrzeug für längere Strecken mit voller Sitzbelegung. Das Kofferraumvolumen steigt bei aufgestellter Rückbank um weitere 50 auf jetzt 530 Liter. (ampnet/deg)

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