Mobilität

Michelin zündet den Turbo für den Aufschwung

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mid Groß-Gerau - Chefsache: Anish K. Taneja, der Präsident der Michelin Region Nordeuropa, und das berühmte Michelin Männchen möchten positive Impulse für den Wirtschaftsaufschwung setzen. Michelin

In Zeiten von Corona fällt es vielen Unternehmen immer schwerer, sich zu positionieren. Verständlich: Das Geld wird zusammengehalten, da die wirtschaftliche Situation angespannt bleibt. Einen umso mutigeren Schritt geht jetzt Michelin. Der Reifenhersteller möchte mit einer millionenschweren Vertriebsinvestition positive Impulse für den Wirtschaftsaufschwung setzen. Ziel ist es, relevante Branchen zu beflügeln.


Pfiffige Spots schärfen das Profil bedeutender Unternehmen. Und wenn dann noch prominente Marken-Botschafter ins Spiel kommen, haben diese Kurzfilme beste Chancen, die Herzen der Zuschauer zu erobern. Ein perfektes Beispiel dafür liefert schon seit Jahren Opel. Mal ehrlich: Wer kennt sie nicht, die witzigen Kampagnen mit dem Fußball-Kulttrainer Jürgen Klopp? Auf diese Weise hat sich der Autobauer quasi neu erfunden.

Doch in Zeiten von Corona fällt es vielen Unternehmen immer schwerer, sich zu positionieren. Verständlich: Das Geld wird zusammengehalten, da die wirtschaftliche Situation angespannt bleibt. Einen umso mutigeren Schritt geht jetzt Michelin. Der Reifenhersteller möchte mit einer millionenschweren Vertriebsinvestition positive Impulse für den Wirtschaftsaufschwung setzen. Ziel ist es, relevante Branchen zu beflügeln.

Dazu gehören nicht nur Automobilindustrie und Reifen-Handel. Auch die von Corona hart getroffene Gastronomie haben die Michelin-Manager im Blick. Logisch: Eine Erwähnung im "Guide MICHELIN" ist noch immer so etwas wie ein Ritterschlag in der Branche. Um ein Zeichen zu setzen, startet der Reifenhersteller jetzt deutschlandweit mit einer Marken-Kampagne voll durch - im Fernsehen und in der digitalen Welt.

Die Kampagne heißt "Motion for life" ("Lebe in Bewegung") und hat für alle Menschen in dieser schwierigen Zeit eine Botschaft: Ganz gleich, ob es um Fahrten mit dem Auto, dem Motorrad, der U-Bahn, dem Fahrrad oder dem Flugzeug geht: Mit Michelin erreichen Menschen sicher und komfortabel ihre Ziele - und finden Dank des Guide MICHELIN sogar eine Auswahl der besten Restaurants.

Premiere feierte der Werbespot zur Kampagne erst kürzlich an Deutschlands wohl gefragtesten Sendeplatz zur Prime Time, direkt vor der "Tagesschau" in der ARD. Aber auch bei ProSieben und RTL, Online-Portalen wie BILD.de, YouTube sowie in sozialen Netzwerken soll der Spot schnell zum Renner werden.

Ziel dieser Offensive: Michelin will bis November 2020 die Marken-Bekanntheit und Präsenz weiter ausbauen. Über den gesamten Kampagnen-Zeitraum werde eine Reichweite von mehr als 75 Prozent in der Zielgruppe (Erwachsene zwischen 20 und 59) realisiert, teilt das Unternehmen mit. Zeitgleich zum deutschen Start lanciert Michelin die Kampagne in Frankreich, wenige Tage später, in China. Weitere Länder sollen folgen.

"Wir sind der Auffassung, dass es höchste Zeit zum Handeln ist. Mit unserer Marken-Kampagne möchten wir ein starkes Signal auf dem deutschen Markt setzen. Wir zünden den Turbo für den Branchenaufschwung", sagt Anish K. Taneja, Präsident der Michelin Region Nordeuropa. Ziel sei es, in Deutschland Premium-Reifenmarke Nummer 1 zu sein.

Die Marken-Kampagne ist übrigens bis Ende November 2020 zu sehen. Zum Inhalt: Erzählt wird eine "Michelin Story", in der die technologischen Fortschritte für die Mobilität von heute und morgen im Mittelpunkt stehen: Lösungen für die Elektromobilität und eine übergreifende umweltfreundliche - vom Fahrrad, über das Auto bis hin zu Nutzfahrzeugen oder öffentliche Verkehrsmittel.

Ein Prominenter wie Jürgen Klopp spielt zwar nicht mit. Doch dafür hat Michelin den vermutlich bekanntesten Marken-Botschafter der Reifen-Welt am Start: das "Michelin Männchen". Dieser weiße Riese hat es rund um den Globus zu Kult-Status gebracht. Und durch sein sympathisches Auftreten in der Kampagne wird auch er ganz sicher die Herzen der Zuschauer erobern. Das klingt nach einer runden Sache.

Ralf Loweg / mid

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