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Nissan Re-Leaf - Kraftwerk auf Offroad-Reifen

  • In AUTO
  • 29. September 2020, 09:45 Uhr
  • Holger Holzer/SP-X
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Nissan macht den Leaf zum Katastrophenhelfer Foto: Nissan

Wenn der Strom ausfällt, können E-Autos mit ihrem Akku-Inhalt helfen. Wie das in einem ernsten Katastrophenfall aussehen könnte, zeigt nun Nissan.

Elektroautos können ihren Strom nicht nur selbst verbrauchen, sondern ihn auch an andere abgeben. Nissan hat sich diesen Umstand nun zunutze gemacht und sein E-Mobil Leaf in ein mobiles Kraftwerk für die Katastrophenhilfe umgerüstet. Ein Prototyp hat nun unter dem Namen Re-Leaf Premiere gefeiert.

Kernelement des Notfall-Helfers ist der 62 kWh fassende Akku, dessen Energievorrat etwa bei Stromausfällen vor Ort zum Betrieb von Werkzeugen oder medizinischem Gerät genutzt werden kann. Der volle Speicher reicht beispielsweise, um einen Presslufthammer oder ein Beatmungsgerät für 24 Stunden mit Elektrizität zu versorgen.

Damit der Kompaktwagen auch unwegsames Gelände passieren kann, hat Nissan die Bodenfreiheit um 7 Zentimeter auf 22,5 Zentimeter erhöht und den Unterboden mit Schutzplatten gesichert. Dazu gibt es eine breitere Spur, Offroad-Reifen und spezielle Radhäuser. Um Platz für Ausrüstung zu schaffen, wurde die Rückbank demontiert, im Kofferraum findet sich zudem eine mobile Kommunikations- und Steuerzentrale mit ausklappbarem Schreibtisch und LED-Bildschirm.

Bislang handelt es sich bei dem Fahrzeug um einen Prototypen, die Technik ist jedoch serienreif. Die Standardvariante des Leaf kommt in Japan bereits als Notstromlieferant zum Einsatz. Möglich macht das die Rückspeisefähigkeit seiner Akkus.

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