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ADAC-Vergleich: Urban E-Bikes mit Stil

  • In FAHRRAD
  • 20. Oktober 2020
  • Redaktion
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Ampler Curt

Die neuen Urban Bikes, die durch einen performanten E-Motor unterstützt werden, sehen nicht nur schlank und schick aus, sondern sie bieten auch ein erstklassiges Fahrgefühl. Der ADAC ist in einem umfangreichen Vergleich von acht E-Bike-Modellen zu diesem Ergebnis gekommen. Es gibt allerdings auch einige Kritikpunkte.

Moderne Urban Bikes liegen im Trend

Elektrisch, leicht und optisch reduziert - das sind die wichtigsten Merkmale der derzeit äußerst angesagten Urban Bikes. Die Hersteller sprechen mit den neuen Modellen insbesondere modebewusste und designaffine Radfahrer an. Mittlerweile ist eine Vielzahl von Modellen in unterschiedlichen Preiskategorien erhältlich, von denen der ADAC kürzlich acht Modelle einem detaillierten Vergleich unterzogen hat. Das Ergebnis ist ganz schön erstaunlich: Die Hälfte der acht getesteten Modelle erhielt die Note "gut", drei weitere Modelle wurden mit der Note "befriedigend" bewertet, während nur ein Modell die Note "ausreichend" erhielt.

Der Testsieger des ADAC-Vergleichs mit der Gesamtnote 2,1 sind die beiden E-Bikes Curt des Herstellers Ample sowie das Friday 28.1 aus der Manufaktur der Bike-Schmiede Moustache. Das Friday 28.1 zeichnet sich in erster Linie durch erstklassige Fahreigenschaften in Kombination mit dem besten Antriebssystem aus. Darüber hinaus bietet das E-Bike eine sehr gute Reichweite von 72 Kilometer und eine performante Zehngang-Schaltung, die ihre Vorteile vor allem im hügeligen Terrain ausspielen kann. Das relativ hohe Gewicht und ein Akku, der unvorteilhaft verbaut ist, verhindern eine Benotung mit "sehr gut".

Siegermodelle kommen mit entsprechen hohen Preisen Bei dem Ampler Curt hat der Hersteller darauf verzichtet, eine Schaltung einzubauen. Aus diesem Grund ist das E-Bike in erster Linie auf den Einsatz in flachen Flächen ausgelegt. Das Ampler Curt kann besonders mit seinem geringen Gewicht von nur 13,7 Kilogramm überzeugen und einer qualitativ hochwertigen Verarbeitung. Wenn man eines der Siegermodelle kaufen möchten, dann muss man entsprechend kräftig investieren. Mit 3.000 beziehungsweise 2.890 Euro gehören beide Modelle zu den teuersten E-Bikes im ADAC-Test. Der relativ hohe Preis trifft auch auf das Coboc One Brooklyn zu, das aktuell für rund 3.000 Euro erhältlich ist und mit der Gesamtnote 2,2 den dritten Platz im ADAC-Vergleich belegt. Mit rund 2.000 Euro ist das Cowboy Easy Rider deutlich günstiger. Wegen einiger Probleme bei der Handhabung verfehlt das Cowboy Easy Rider einen der vorderen Plätze.

Das für rund 1.000 Euro erhältliche Maki M2 des Herstellers Sushi ist der günstigste Testkandidat und belegt mit der Gesamtnote 3,0 den vorletzten Platz. Bei diesem Modell wurden unter anderem bemängelt die Schadstoffe im Sattel sowie die geringe Reichweite von nur 25 Kilometer. Das Original-Classic aus der Manufaktur des Herstellers Geero belegt mit der Gesamtnote 4,2 den letzten Platz im ADAC-Vergleich. Bei diesem E-Bike haben die ADAC-Experten neben den minderwertigen Bremsen auch den Nachlauf des Motors sowie die im Sattel und in den Lenkergriffen enthaltenen Schadstoffe bemängelt.

Alltagstauglichkeit ist nicht immer gewährleistet

ADAC weist prinzipiell darauf hin, dass die Alltagstauglichkeit moderner Urban Bikes deutlich eingeschränkt ist. Dies ist in erster Linie auf ihre minimalistische Ausstattung ohne Gepäckträger und ohne Federung zurückzuführen. Insbesondere Single-Speed-E-Bikes sind lediglich für Fahrten in der Ebene empfehlenswert, während E-Bikes mit Schaltung auch in der Regel im hügeligen Terrain eingesetzt werden können. Käufer sollten außerdem auf die Zuladung achten, die bei manchen Modellen unter 95 Kilogramm liegt, während der Testsieger von Moustache problemlos mehr als 130 stemmen kann.

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