Reisemobil

Kurztest: Bosch Spexor - Alarmanlage für Wohnmobil und Caravan

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Abgestellte Wohnmobile und Caravans sind beliebte Ziele für Vandalen und Einbrecher. Die mobile Alarmanlage Spexor von Bosch soll Besitzer ruhiger schlafen lassen Foto: Bosch

Wohnmobile stehen vor allem im Winter oft unbewacht herum. Eine neuartige Mini-Alarmanlage hilft bei der Überwachung aus der Ferne.

Abgestellte Wohnmobile und Caravans sind beliebte Ziele für Vandalen und Einbrecher. Die mobile Alarmanlage Spexor von Bosch soll Besitzer ruhiger schlafen lassen: Sie erkennt Eindringlinge, vertreibt sie mit ihrer Sirene und informiert gleichzeitig per Handy-Nachricht. Im Praxistest zeigte sie sich robust und zuverlässig.

Ei-förmig und nicht größer als eine Kaffeetasse - die mobile Alarmanlage passt zur Not sogar in die Jackentasche. In dem kompakten und stabil wirkenden Gehäuse finden sich neben dem Akku, einem WLAN-Sender und einer Mobilfunkeinheit gleich mehrere Sensoren: Ein Mikrofon horcht in den Raum, ein Bewegungsmelder registriert Eindringlinge und ein Luftdrucksensor merkt, wenn etwa ein Fenster geöffnet wird. Damit es nicht zu Fehlalarmen kommt, schlägt Spexor erst Alarm, wenn mehrere Sensoren verdächtige Daten liefern.

In der Praxis funktioniert das gut. Weder ein draußen vorbeifahrendes Auto noch eine zuschlagende Tür oder ein klingelndes Telefon allein lösen den Alarm aus. Gleichzeitig ist es jedoch fast unmöglich, sich als Unbefugter an dem aktivierten Sensor-Ei vorbei zu schleichen - selbst, wenn man weiß, wie es arbeitet und wo es sich befindet. Vorausgesetzt allerdings, dass es geschickt und möglichst zentral platziert ist. Oben auf dem Schrank etwa nutzen die Bewegungsmelder wenig, wenn der Eindringling einfach unter dem Sensorbereich durchmarschiert.

Was bei ausgelöstem Alarm passiert, kann man selbst wählen. Standard ist eine Push-Nachricht auf das Handy des Besitzers, der im Notfall direkt mit einem Klick den Notruf wählen kann. Zusätzlich ist das Abspielen eines durchdringenden Alarmtons möglich. Die Lautstärke ist dabei vom Hersteller so gewählt, dass ein möglicher Einbrecher aufgeschreckt und vielleicht vertrieben wird, die Nachbarschaft aber nicht direkt aus dem Schlaf hochschreckt. In jedem Fall blinkt das Gerät aber rot, so dass Kriminelle wissen, dass sie entdeckt wurden. Zwischen der Registrierung des Einbruchversuchs und der App-Warnung können einige Sekunden vergehen, je nachdem, wie schnell die Alarmanlage eine Verbindung per 2G-Mobilfunk oder WLAN zum Handy des Besitzers aufbauen kann.

Die Stromversorgung des Spexor läuft über einen im Gerät fest eingebauten Akku, der auch während des häufigen Gebrauchs in der Testphase problemlos drei Wochen gehalten hat. Geht der Energievorrat zur Neige, sendet das Gerät eine Info-Nachricht, so dass man es wieder an das mitgelieferte USB-Kabel hängt. Der Preis für die Bosch-Alarmanlage liegt bei rund 250 Euro. Dazu kommen nach einem Jahr Verbindungskosten für die integrierte SIM-Karte; aktuell sind das 12 Euro per anno. Künftig sollen weitere Funktionen per Software-Update zur Verfügung gestellt werden, etwa eine Kohlenmonoxid-Warnung oder die Einbindung einer smarten Kamera in die Umfeldüberwachung.

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