Motorsport

Der Name Alfa Romeo bleibt der Formel 1 auch 2021 erhalten

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@ randomwinner (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Auch wegen der Unsicherheiten, die durch die Corona Pandemie in der Formel 1 herrschen, war lange spekuliert worden, ob der italienische Autobauer sein Engagement in der Königsklasse des Motorsports aufrechterhalten wird. Seit 2018 ist Alfa Romeo Namensgeber des Schweizer Traditionsrennsportteams Sauber. Nun haben die beiden Partner bekannt gegeben, dass sie auch 2021 kooperieren wollen.

Große Reglementänderungen verschoben

Da sich die Entscheider der Formel 1 schon früh entschieden, die einschneidenden Änderungen des Regelwerks wegen der finanziellen Unsicherheiten durch das Coronavirus um ein Jahr entschieden, mussten die meisten Teams umplanen. Viele sahen 2020 als Übergangsjahr und wollten 2021 mit einem neuen Rennauto in komplett neuer Optik durchstarten. Was für Teams wie Ferrari, die wohl alles auf die neuen Autos setzten, ein Fluch war, ist für Alfa ein Segen. Sie können nun hohe große finanzielle Risiken ein weiteres Jahr mit Sauber in der Formel 1 zusammenarbeiten. Die Verlängerung der Partnerschaft um ein weiteres Jahr wurde am Rande des Grand Prix der Emilia-Romagna in Imola bekannt gegeben.

Kampf mit stumpfen Waffen

Der Teamchef von Alfa Romeo sagte in einer Mitteilung, „… man habe in den vergangenen drei Jahren eine solide Basis gelegt und wolle 2021 und darüber hinaus die Früchte ernten.“ Diese solide Basis bedeutet in Zahlen übersetzt den achten Platz in der Konstrukteurswertung. Die Fahrer des Rennstalls fahren meist im hinteren Drittel des Feldes und können besonders den Topteams nichts entgegensetzen. Dauerfavorit Lewis Hamilton, der den Rest des Feldes meist in Grund und Boden fährt, sehen die Alfa-Piloten meist nur beim Start und wenn sie von ihm überrundet werden. Trotzdem ist eine aufsteigende Tendenz zu erkennen. Besonders Ex-Weltmeister Kimi Raikkonen konnte in den vergangenen Rennen immer wieder um Top 10-Plätze kämpfen.

Fahrerpaarung für 2021 so gut wie fix

Eine offizielle Bekanntgabe steht zwar noch aus, doch gelten die Cockpits der Alfa Romeo Racing – Sauber Group für 2021 als vergeben. Neben dem finnischen Routinier Kimi Raikkonen, der 2007 im Ferrari Weltmeister werden konnte, wird wohl erneut Antonio Giovinazzi die Chance bekommen, sich zu beweisen. Der 26-jährige Italiener hat sich in den letzten Jahren deutlich gesteigert und ist seit 2019 Stammfahrer bei Alfa Romeo. Da es im Winter wenige Toppiloten auf dem Markt geben wird und sich die Paarung in dieser Saison und besonders in der zweiten Saisonhälfte bewährt hat, wird das Team weiter auf das Duo setzen.

2021 als Chance für das Team

Die nächste Saison wird für die beiden Traditionsmarken wohl entscheidend. Da Ende 2021 durch komplexe Regeländerungen die Formel 1 ihr Gesicht ändern wird, entscheidet wohl die kommende Saison, ob ein weiteres Engagement von Alfa Romeo und Sauber in der Formel 1 sinnvoll ist. Die Verantwortlichen hoffen sehr, dass diesen Winter der Anschluss an das Formel 1-Mittelfeld geschafft wird und das Team am Ende die Top 6 der Konstrukteure knackt. Gelingt dies, könnte auch ein Engagement über 2021 hinaus sinnvoll sein.

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