Sportwagen

Was ein Golfball mit einem Bugatti zu tun hat

img
mid Groß-Gerau - Der Bugatti Bolide kommt auf unglaubliche 1.850 PS. Bugatti

Der Bugatti Bolide hat nicht nur einen ikonischen 8,0-Liter-W16-Motor mit 1.850 PS, dazu bei einem Gewicht von 1.240 Kilogramm ein Leistungsgewicht von 0,67 kg/PS und eine Höchstgeschwindigkeit von weit über 500 km/h. Der Hypersportwagen kann noch mehr, denn er steckt zudem voller technologischer Innovationen.


Der Bugatti Bolide hat nicht nur einen ikonischen 8,0-Liter-W16-Motor mit 1.850 PS, dazu bei einem Gewicht von 1.240 Kilogramm ein Leistungsgewicht von 0,67 kg/PS und eine Höchstgeschwindigkeit von weit über 500 km/h. Der Hypersportwagen kann noch mehr, denn er steckt zudem voller technologischer Innovationen.

Eine davon: die Dimple Airscoop. Eine neue Technologie, die vor wenigen Wochen Nils Ballerstein als Schutzanmeldung beim Patentamt einreichte. Seit Anfang 2020 entwickelte der Ingenieur als Doktorand im Bereich Neue Technologien bei Bugatti diese spezielle morphbare Außenhaut, die erstmals beim Bugatti Bolide Einsatz findet.

Diese Außenhaut erinnert an einen Golfball, der Effekt ist ähnlich. Die sogenannten Dimple des Balls minimieren den Luftwiderstand so stark, dass er bei gleicher Abschlagskraft rund doppelt so weit fliegt, wie ein gleicher Golfball ohne. Dank der Dimple entstehen an der Oberfläche des Golfballs Turbulenzen, so dass die Luft besser an der Oberfläche anhaftet, wodurch die Wirbelströmung im Windschatten des Balls und damit der Widerstand verringert wird. "Alles am Bolide ist außergewöhnlich und extrem. Mit den Dimple wird die schon hervorragende Aerodynamik nochmals verbessert, wodurch sich Agilität und Effizienz steigern", erklärt Frank Götzke, Leiter Vorentwicklung und neue Technologien bei Bugatti.

Eine Weltneuheit wird die variable und morphbare Außenhaut der Ansaughutze auf dem Dach. Diese bietet eine aktive Strömungsoptimierung: Bei langsamer Fahrt bleibt die Oberfläche der Hutze glatt, bei schneller Fahrt wölbt sich ein Feld von Dimple aus. Die 60 einzelnen Elemente fahren geschwindigkeitsabhängig variabel bis zu zehn Millimeter aus - wenn es für den Fahrzustand vorteilhaft ist.

Ab etwa 80 km/h ist der Luftwiderstand der dominierende Fahrwiderstand, ab etwa 120 km/h verbessern die Dimple die Aerodynamik des Fahrzeugs nennenswert und reduzieren so dessen Fahrwiderstand. Weiterer Vorteil: Mit dem niedrigeren Luftwiderstand sinkt auch der Kraftstoff- oder Energieverbrauch des Fahrzeugs.

STARTSEITE