Ratgeber

Die richtige Vorbereitung auf die MPU

  • In RATGEBER
  • 23. November 2021
  • Redaktion
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@ Foto von energepic.com von Pexels

Für viele Autofahrer stellt die Vorstellung, den Führerschein zu verlieren, eine beachtliche Stresssituation dar. Neben dem Verlust der Mobilität kann der Ausfall der Fahrerlaubnis weitreichende persönliche Folgen haben. Je früher man sich auf die Medizinisch-Psychologische Untersuchung richtig vorbereitet, umso besser stehen die Erfolgschancen.

Rechtzeitige Vorbereitung

In vielen Fällen steht es schon mit der Tatbegehung und spätestens mit der Verurteilung fest, dass eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung absolviert werden muss. Aus diesem Grund sollte man keine Zeit verschwenden und sich so früh wie möglich mit dieser Thematik befassen. Je früher man sich auf die MPU vorbereitet, umso höher ist die Erfolgsquote. Wenn Sie zu lange warten und die Hilfe erst vor dem Untersuchungstermin annehmen, kann die nachhaltige Verhaltensänderung in vielen Fällen nicht belegt werden. Die MPU werden Sie dann trotzt bester Vorsätze mit großer Wahrscheinlichkeit nicht bestehen. Es ist deshalb essenziell, sich rechtzeitig und seriös beraten zu lassen.

Drogen, Alkohol und Punkte

Falls Sie befürchten, wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt zu werden, sollten Sie schnellstens klären, ob in Ihrem Fall eine spätere Medizinisch-Psychologische Untersuchung absolviert werden muss. Wer ein Fahrzeug in betrunkenem Zustand führt, muss ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille auf jeden Fall zur MPU. Bei Trunkenheit am Steuer sollte nach der Einleitung eines Strafverfahrens sicherheitshalber das Thema Medizinisch-Psychologische Untersuchung geklärt werden. Das gilt auch dann, wenn bereits eine frühere Ordnungswidrigkeit wegen Fahrens in alkoholisiertem Zustand besteht. Darüber hinaus sind auch Drogen oder ein drohender Führerscheinentzug wegen 8 Punkten Anlass für eine rechtzeitige Klärung.

Vorsicht vor unseriösen Anbietern mit Erfolgsgarantie

Mittlerweile gibt es viele Anbieter, die eine schnelle Lösung des Problems versprechen und eine Erfolgsgarantie geben. Hier sollte man vorsichtig vorgehen, da solche Dienstleister in vielen Fällen nicht ihr Geld wert sind. Es gibt aber auch VH Seminars seriöser Institutionen, die einen detaillierten Überblick über die zur Verfügung stehenden Hilfsangebote vermitteln. Da die Gründe für den Führerscheinentzug sehr unterschiedlich sind, wird eine Vielzahl an verschiedenen Möglichkeiten angeboten, den Betroffenen Hilfe zu leisten. Eine Pauschallösung existiert nicht, sodass Sie Ihren eigenen Weg finden müssen.

Verkehrspsychologe als erste Anlaufstelle

Es ist auf jeden Fall ratsam, einen Termin beim Verkehrspsychologen zu vereinbaren und sich beraten zu lassen. Bei der ersten Beratung beim Verkehrspsychologen werden die Weichen für eine erfolgreiche Begutachtung gestellt. Solche Beratungsgespräche werden von Fachpsychologen für Verkehrspsychologie angeboten, die sich auf Eignungsbeurteilungen spezialisiert haben. Wenn Sie den Psychologen Ihres Vertrauens gefunden haben, müssen Sie wissen, dass dieser nicht begutachten darf. Bei der späteren Medizinisch-Psychologische Untersuchung müssen Sie einen anderen Experten überzeugen. Die Vorbereitung auf die MPU muss also von einem anderen Fachexperten durchgeführt werden als die Begutachtung. Mit dieser Trennung möchte der Gesetzgeber Unabhängigkeit gewährleisten und Interessenkonflikte erst gar nicht entstehen lassen. Darüber hinaus dürfen die Medizinisch-Psychologische Untersuchung ausschließlich akkreditierte Institutionen durchführen. Andere Begutachtungen sind nicht gültig.

Informationsabende und Gespräche beim Psychologen

Einen guten Einstieg können Sie bei kostenlosen Informationsabenden der zertifizierten Beratungsstellen finden. Auf jeden Fall sollten Sie zu verschiedenen Anbietern gehen, um die Darstellung der aktuellen Lage aus unterschiedlichen Perspektiven zu hören. Die Institutionen nutzen dabei die Möglichkeit, ihr Unternehmen vorzustellen und Sie als Kunde für ihre Kurse zu gewinnen. Dennoch geben sie einen guten ersten Überblick und eine Vielzahl äußerst hilfreicher Informationen rund um die Medizinisch-Psychologische Untersuchung. Das Einzelberatungsgespräch beim Verkehrspsychologen, das Sie aus eigener Tasche bezahlen müssen, sollte dann als nächster Schritt folgen. Das Beratungsgespräch beim Psychologen dauert rund 60 Minuten und kostet zwischen 120 und 140 Euro. Ihre individuelle Vorbereitung kann dann im Rahmen von Einzelsitzungen oder Gruppenkursen erfolgen.

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