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Vorstellung Eura Mobil Profila T: Teurer Wechsel

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Eura Mobil Profila T. Foto: Autoren-Union Mobilität/Euro Mobil

Der Mangel an preisgünstigen Basisfahrzeugen lässt immer mehr Reisemobilhersteller auf teurere rollende Untersätze zurückgreifen. Eura Mobil setzt den üblicherweise auf dem Fiat Ducato basierenden Profila T nun auf den besser verfügbaren Mercedes-Benz Sprinter. Der Transporter mit dem Stern ist rund 6600 Euro teurer als der italienische Bestseller und kostet als teilintegrierten Mobil wenigsten 79.900 Euro. Es kommt im März zu den Händlern, fährt in der 3,5-Tonnen-Klasse und ist 7,12 Meter lang.

Fiat hatte die Lieferzusagen für den Ducato bereits im vergangenen Jahr um gut ein Drittel gesenkt. Eigentlich hätte die Premiere des neuen Eura Mobil auf der CMT in Stuttgart stattfinden sollen, aus Gründen der Pandemie wurde die erste Caravaning- und Touristik-Messe des Jahren jedoch abgesagt.

Der Mercedes-Profila nutzt nur den Triebkopf des Sprinter und wird mit dem 140 PS (103 kW) starken Basisdiesel ausgerüstet. Für das Chassis wählt Euro das Tiefrahmen-Fahrwerk mit Breitspurachse von Al-Ko. Das erlaubt den Einbau eines frostsicheren Doppelbodens, der neben technischen Installationen wie der serienmäßigen Alde-Warmwasserheizung bei einer lichten Höhe von 19,5 Zentimeter viel zusätzlichen Stauraum bietet.

Zwei Versionen, der T 676 und der T 696, mit jeweils zwei Einzelbetten im Heck sind zunächst im Programm. Sie unterscheiden sich durch die unterschiedliche Form und den Einbauort der Küche. Im 676 ist sie in Fahrtrichtung rechts positioniert und rechtwinklig geschnitten. Im 696 findet sich die Pantry auf der linken Seite und hat dank der sanft gerundeten Vorderseite eine deutlich größere Anrichtfläche, verringert aber die Durchgangsbreite zum Waschraum und Schlafzimmer geringfügig. Der Drei-Flammen-Kocher und ein Kühlschrank mit 143 Liter Volumen komplettieren die Küchenausstattung.

Eine Kleiderstange unter dem rechten der beiden zwei Meter langen Einzelbetten nimmt die Garderobe auf, umlaufende Dachkästen haben Platz für Wäsche. Unter den Matratzen ist außerdem die Heckgarage mit 1,25 Meter Höhe eingebaut, durch zwei seitliche Klappen lässt sie sich beladen und bekommt gegen den stolzen Aufpreis von 3390 Euro eine autarke Ladestation für E-Bikes. Als Option gibt es außerdem ein elektrisches Abwasserventil und bis zu zwei Lithium-Batterien.

Für den Sprinter können der kräftigere Diesel mit 125 kW (170 PS) zum Aufpreis von 2450 Euro und das 3070 Euro teure, neunstufige Automatikgetriebe bestellt werden. Die Auflastung auf 4,5 Tonnen kostet 990 Euro. Eura Mobil verspricht ein Leergewicht von 2995 Kilogramm und damit gut 500 Kilogramm Zuladung, wer allerdings Sportgerät und Zubehör an Bord hat, sich außerdem für Markise, Satellitenanlage und Hubstützen entscheidet, wird um die Gewichtserhöhung nicht herum kommen.

Preislich attraktiv ist das Mondial-Paket, das eine ganze Reihe von Extra vergünstigt. Eine Klimaanlage, schwarzer Lack fürs Fahrerhaus, eine Rückfahrkamera, elektrische Außenspiegel, das Panoramadach und Verdunklungsjalousien für die vorderen Fenster gehören dazu. Auch ein Zentralverriegelung für die Fahrerhaustüren, die elektrische Parkbremse, Komfortsitze und ein Insektenschutzgitter für die Wohnraumtür gehören zu diesem Paket, das den Kunden 4950 Euro kostet und ihm einen Preisvorteil von 6650 Euro verschafft.

Die erste Serie von 315 Fahrzeugen hat Eura Mobil bereits aufgelegt, noch bis Mitte Sommer 2022 sollen mindestens 500 Profila T auf Sprinter-Basis entstehen. Nach dem Spitzenmodell Contura, ist der Profila T nun die zweite Reisemobil-Baureihe der Marke, die den Mercedes nutzt. (aum/mk)

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