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Fahrradhelm: Das müssen Sie beim Kauf beachten

  • In FAHRRAD
  • 13. April 2022, 12:14 Uhr
  • Andreas Reiners
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mid Groß-Gerau - "das Tragen eines Fahrradhelms ändert nichts am Unfallrisiko, bietet Radlern aber den bestmöglichen Schutz", sagt Marc-Phillip Waschke, Referent für Verkehrssicherheit beim TÜV-Verband ProjektKaffeebart / pixabay.com

Bei einem Viertel aller Fahrradunfälle ist der Kopf betroffen. Der TÜV-Verband empfiehlt ausdrücklich das Tragen eines Helms und verrät, worauf es beim Kauf ankommt.


Fast jeder zweite Fahrradfahrer in Deutschland achtet auf die persönliche Sicherheit und trägt immer (36 Prozent) oder meistens (13 Prozent) einen Helm. Heißt aber auch: Rund die Hälfte der Radfahrer trägt nie (39 Prozent) oder nur selten (zwölf Prozent) einen Fahrradhelm. Dabei ist bei einem Viertel aller Fahrradunfälle der Kopf betroffen. "Das Tragen eines Fahrradhelms ändert nichts am Unfallrisiko, bietet Radlern aber den bestmöglichen Schutz", sagt Marc-Phillip Waschke, Referent für Verkehrssicherheit beim TÜV-Verband. Der Verband empfiehlt ausdrücklich das Tragen eines Helms und verrät, worauf es beim Kauf ankommt.

Die Helme werden auf verschiedene Qualitätsstandards geprüft. Neben der sicheren Bauart werden auch Grenzwerte von Weichmachern in den Kunststoffen getestet. Die Stabilität der Helme wird durch das Durchhaltevermögen bei einem Aufprall überprüft. Ein Kinderhelm muss beispielsweise einen Sturz aus 1,50 Metern aushalten. Vielen Verbrauchern ist nicht bewusst, dass Helme ihre Schutzwirkung nach einem Sturz oder längerer Gebrauchszeit verlieren.

Da Helme in verschiedenen Größen erworben werden können, sollte vor dem Kauf der Kopfumfang gemessen werden. Um den richtigen Umfang zu ermitteln, sollten Sie 2,5 Zentimeter über den Augenbrauen ansetzen und ein Maßband möglichst gerade um den Kopf ziehen. Neben der richtigen Größe ist auch der passende Sitz entscheidend. Der Helm sollte etwa 2,5 Zentimeter über den Augenbrauen sitzen. Achten Sie also darauf, dass der Helm nicht zu weit im Nacken sitzt und die Stirn ungeschützt bleibt.

Die meisten Helme können zusätzlich an die Kopfgröße und -form angepasst werden. "Neben der Größe bieten Helme weitere Einstellungsmöglichkeiten wie Kopf- oder Kinnriemen. Sie sollten festsitzen, aber kein beengendes Gefühl geben", so Waschke. "Vor allem Stirn, Schläfen und Hinterkopf sollten vom Helm gut geschützt sein."

Eine Mindestanforderung ist das CE-Kennzeichen, das vom Hersteller selbst vergeben wird und angibt, dass der Helm den geltenden Anforderungen genügt. Wer sich nicht allein auf die Selbsterklärung des Herstellers verlassen will, sollte beim Kauf auf das GS-Zeichen und das TÜV-Prüfzeichen achten. Sie zeigen, dass der Helm von einer unabhängigen Prüfstelle geprüft wurde, die Europäische Norm EN 1078 erfüllt und auch die Herstellung überwacht wird.

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