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Der Tankrabatt schlägt nicht durch

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  • 8. Juni 2022, 13:45 Uhr
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Die Entwicklung der Kraftstoffpreise in den vergangenen Wochen. Foto: Autoren-Union Mobilität/ADAC

Der so genannte Tankrabatt schlägt nicht durch: Trotz Energiesteuersenkung kommen die prognostizierten Senkungen von 35 Cent bei Super E10 und 17 Cent beim Diesel nicht bei den Verbrauchern an. Das zeigt auch der Wochenvergleich der Kraftstoffpreise durch den ADAC. Zwar sank demnach der Preis für einen Liter Super-Benzin gegenüber der Vorwoche um 20,3 Cent im Vergleich zur Vorwoche, mit 1,948 Euro im Bundesdurchschnitt blieb der Rückgang allerdings rund 15 Cent hinter den Möglichkeiten der Steuersenkung zurück.


Ähnlich sieht es bei Diesel aus. Im Vergleich zur Vorwoche ging der Literpreis um 5,2 Cent auf 1,992 Euro im Mittel zurück. Käme die Steuersenkung eins zu eins beim Verbraucher an, müssten es laut ADAC zwölf Cent weniger sein.

Lediglich am ersten Tag der Steuersenkung, dem 1. Juni, ist es nach Beobachtungen des Automobilclubs zu einer spürbaren Entlastung der Verbarucher gekommen - und das, obwohl die Mineralölkonzerne im Vorfeld vielfach betont hatten, sie könnten den Tankrabatt nicht sofort umsetzen, da man den Kraftstoff ja vorher teurer eingekauft habe. Seit dem Stichtag seinen die Preise dann aber ,,täglich wieder nach oben gegangen", so der ADAC. Zwar sei der Ölpreis tatsächlich wieder gestiegen, dies könne die hohen Spritpreise aber nur bedingt erklären.

Der Club fordert, dass die versprochene Entlastung ,,vollständig bei den Verbrauchern" ankomme. Zu berücksichtigen sei auch, dass das Preisniveau an den Tankstellen bereits in den Wochen vor der Steuersenkung immer weiter gestiegen und zuletzt ,,massiv überhöht" gewesen sei. Es gebe daher unabhängig von der Energiesteuersenkung weiteres Potenzial für niedrigere Kraftstoffpreise. (aum)

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