Fahrradträger

Tipps für den Fahrradtransport mit dem Auto

  • In FAHRRAD
  • 4. Juli 2024, 11:22 Uhr
  • Solveig Grewe
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mid Groß-Gerau - Heckträger empfehlen sich, weil sie besonders stabil sind. ACE / U.J.Alexander / stock.adobe.co

Wer sein Fahrrad mit auf Reisen nehmen möchte, muss auch den Transport organisieren. Wenn Bus und Bahn nicht infrage kommen, ist oft der Pkw das Mittel der Wahl.


Wer sein Fahrrad mit auf Reisen nehmen möchte, muss auch den Transport organisieren. Wenn Bus und Bahn nicht infrage kommen, ist oft der Pkw das Mittel der Wahl. Wie Fahrräder und Pedelecs sicher mit dem Auto mitfahren, erläutert der Auto Club Europ (ACE).

Für den komfortablen Transport von Fahrrädern und Pedelecs mit dem Auto empfiehlt der ACE Heckträger, die auf der Kugel der Anhängerkupplung befestigt werden. Sie sind besonders stabil - auch schwere Pedelecs können dort unbedenklich transportiert werden. Erhältlich sind entsprechende Träger ab rund 250 Euro - High-End-Modelle können aber auch über 1.000 Euro kosten.

Eine günstige Alternative für leichte Räder sind Dachträger, die für zwei Fahrräder schon für unter 200 Euro erhältlich sind. Allerdings müssen sie auf das Dach gewuchtet werden. Zudem steigt der Luftwiderstand mehr als bei Heckträgern, was den Kraftstoffverbrauch erhöht. Achtung bei der Routenplanung: Sehr niedrige Unterführungen, Tiefgaragen, Parkhäuser oder Parkplätze mit Einfahrtstor zur Höhenbeschränkung können möglicherweise nicht genutzt werden.

Grundsätzlich sollten Fahrradträger über ein TÜV-Siegel oder GS-Zeichen verfügen. Zudem ist ein Kennzeichenschild, das dauerhaft am Träger verbleibt, eine sinnvolle Investition: Sofern das Pkw-Kennzeichen am Auto verdeckt ist, ist ein zusätzliches verpflichtend. Achtung: Das Kennzeichen vom Auto darf nicht einfach an den Fahrradträger umgesteckt werden.

Beim Außentransport sollten Akkus sowie andere abnehmbare Bestandteile wie beispielsweise das Bedienteil und Packtaschen abgenommen und im Auto verstaut werden. Empfindliche elektronische Elemente sollte man zum Schutz vor Wasser abdecken. Insbesondere frei liegende elektrische Kontakte sollten mit einer passenden Abdeckkappe aus dem Fahrradzubehörhandel versehen werden.

Führt die Reise ins Ausland, müssen Räder am Autoheck möglicherweise mit rot-weißen Warntafeln ausgestattet werden. In Italien beispielsweise müssen zu diesem Zweck verwendete Tafeln aus Blech bestehen, mindestens 50 x 50 cm groß sein und fünf rote Streifen aufweisen. Verstöße werden mit mindestens 80 Euro geahndet. In Spanien und Portugal sind ebenfalls Warntafeln in einer Größe von 50 x 50 cm Vorschrift - allerdings mit drei roten Streifen. Wer keine Warntafel am Heckträger befestigt, muss in Spanien mit einem Bußgeld von mindestens 200 Euro rechnen. In Portugal werden mindestens 120 Euro fällig. Nehmen die Räder die gesamte Fahrzeugbreite ein oder ragen sogar darüber hinaus, sind sowohl in Italien als auch in Spanien und Portugal zwei Warntafeln notwendig. Achtung: Auch bei leerem Heckträger müssen die Warntafeln angebracht werden.

Für Besitzer von Fahrzeugen ohne Anhängerkupplung oder Befestigungsmöglichkeit für Dachträger bieten sich Haltesysteme für den Innenraum als alternative Transportmöglichkeit an. Diese Systeme sind ab 50 Euro erhältlich. Ein Vorteil ist, dass die Fahrräder sauber bleiben und ein Mehrverbrauch durch einen erhöhten Luftwiderstand nicht zu befürchten ist. Der Nachteil liegt - neben Schmutz im Fahrzeuginnenraum - im reduzierten Stauraum. Bei vielen Systemen muss zudem das Vorderrad für den Transport ausgebaut werden. Grundsätzlich gilt: Fahrräder müssen auch im Innenraum immer gut gesichert sein, damit während der Fahrt alles an Ort und Stelle bleibt.

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