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5x: Vermeidbare Fehler bei der Fahrt in den Urlaub - Entspannt und sicher reisen

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  • 9. Juli 2024, 16:02 Uhr
  • Holger Holzer/SP-X
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Viel Deutsche fahren auch in diesem Jahr wieder mit dem Auto in den Urlaub Foto: Opel

Die Fahrt ans Ferienziel ist in den seltensten Fällen schon Teil des Urlaubs. Man kann den Stress aber minimieren, wenn man ein paar simple Fehler vermeidet.

In Deutschland geht die Reisezeit ihrem Höhepunkt entgegen. Wer die Fahrt in den Urlaub mit dem Auto absolviert, sollte ein paar Fehler vermeiden. Dann steht einem entspannten Ferienstart nichts im Wege.

Das Auto falsch beladen:

Das Gepäck einfach in den Kofferraum ,,werfen", ist keine gute Idee. Idealerweise packt man schwere Gegenstände nach unten und leichte nach oben. Dadurch wird der Fahrzeugschwerpunkt niedrig gehalten und auch das Kurvenverhalten weniger beeinträchtigt. Bei Kombis sichert ein Gepäcknetz oder -gitter oberhalb der Rücksitzlehnen das Gepäck. Scharfkantige Gegenstände können bereits bei leichten Auffahrunfällen zu gefährlichen Geschossen werden und sollten deshalb nicht auf den Ablagen platziert werden. Am besten sind alle losen Gegenstände im Kofferraum oder im Fußbodenbereich aufgehoben. Wichtig ist auch, dass Warnweste, -dreieck und Verbandskasten sowie Medikamente, Verpflegung, Spielzeug und Windeln nicht ganz unten unter allen Koffern liegen, sondern griffbereit. Am besten hat man für jeden Mitfahrer an Bord eine eigenen Warnweste dabei. So ist man immer auf der richtigen Seite, da in vielen Ländern - anders als in Deutschland - für jeden Passagier eine vorhanden sein muss.

Die falsche Startzeit wählen:

Theoretisch weiß der routinierte Autofahrer, dass es zu bestimmten Zeiten auf der Autobahn richtig voll wird. Trotzdem fahren Tausende auch in diesem Sommer wieder zu den Stoßzeiten. Die seien hier noch einmal genannt: freitags zwischen 13 und 20 Uhr, samstags von 11 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 20 Uhr. Statistisch gesehen sind Dienstag und Mittwoch die Reisetage mit der geringsten Verkehrsdichte. Auch der Donnerstag ist meist ruhig. Wer es organisieren kann, wählt einen dieser Tage. Ein wenig Gehirnschmalz sollte man zudem in die Routenplanung investieren. Auch wenn ein Navi an Bord ist - ein Studium der Reiseroute und das Heranziehen von analoger Karte und Autoatlas schaden nicht. Denn nicht alle Navis haben bei Umleitungen und Staus den perfekten Weg direkt parat. Für stauträchtige Strecken kann man sich noch zuhause in aller Ruhe Ausweichmöglichkeiten überlegen. 

Sich im Stau falsch verhalten:

Gerät man in einen Stau, heißt es Ruhe zu bewahren und eine Rettungsgasse zu bilden. Sind Kinder an Bord, empfiehlt es sich, diese mit Sonnencreme zu schützen. Außerdem sollten genug Verpflegung, gegebenenfalls Windeln und Babynahrung, und das Lieblingsspielzeug der Kleinen im Auto sein. Gegen Langweile während der Fahrt helfen Ratespiele und natürlich auch die Beschäftigung mit Büchern und/oder Tablets. Viele Autos verfügen mittlerweile über USB-Anschlüsse im Fond, sodass der Stromversorgung elektronsicher Medien nichts im Wege steht.  Permanent von links nach rechts zu fahren, um im Stau schneller voranzukommen, bringt übrigens überhaupt nichts. Zahlreiche Untersuchungen belegen: Selbst wer dauernd hin und her springt, fährt am Ende doch mit denselben Nachbarn aus dem Stau heraus, mit denen er hineingeraten ist. Schlimmer noch: Durch die ständigen Spurwechsel steigt das Unfallrisiko.

Nicht genügend Pausen einplanen:

Wer zu einer fixen Uhrzeit in der Ferne sein muss, zum Beispiel, um eine Fähre oder den Vermieter der Ferienwohnung noch zu erwischen, sollte nicht zu knapp kalkulieren. Durch unvorhergesehene Stopps kommt man sonst nicht nur in Stress, sondern kann auch nicht mehr genügend Pausen machen - die sind aber wichtig für die Konzentration. Gleiches gilt für die Verpflegung: Dass Kaffee, Cola oder Energy-Drinks die Leistungsfähigkeit steigern, ist ein Irrtum. Es ist sogar genau umgekehrt: Trinkt man die Koffeingetränke gegen Müdigkeit, setzt nach einer kurzen Aufputschphase das Leistungstief umso stärker ein. Zwischendurch etwas Leichtes essen ist zudem besser für die Konzentration als ein üppiges Mittagsmahl an der Autobahnraststätte, das im Anschluss schwer im Magen liegt.

Sich nicht über die Regeln im Zielland informieren:

Andere Länder, andere Regeln: Wer sich im vorab über die Verkehrsregeln des Urlaubslandes informiert, meidet teure Knöllchen. Geschwindigkeitsübertretungen können zum Beispiel richtig teuer werden. Die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten für Autobahn, Landstraße oder Stad sollten ernst genommen werden. Teuer werden auch die Missachtung von Parkvorschriften oder von Vorgaben zu Umweltzonen. Das Telefonieren mit dem Handy während der Fahrt ohne Freisprechanlage kostet in vielen Ländern ebenfalls saftige Strafen. Wenn es ins Ausland geht, empfiehlt sich zudem die Mitnahme des Europäischen Unfallberichts, der die Schadenaufnahme nach einem Crash vor Ort vereinfacht. Man erhält ihn zum Beispiel bei Autoclubs oder dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wer nach Russland, Bosnien-Herzegowina oder in die Türkei unterwegs ist, benötigt zudem die Internationale Versicherungskarte, die die Schadensabwicklung erleichtert. Sie gibt es bei der eigenen Kfz-Versicherung, mittlerweile auch online.

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