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Autonomes Fahren - Die Zukunft des Straßenverkehrs?

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@ moerschy (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Noch vor wenigen Jahren war das autonome Fahren lediglich ein Thema aus futuristischen Filmen. Inzwischen gehen die Hersteller jedoch mit eigenen Ideen und Konzepten voran. Einige Experten sprechen gar von der größten Revolution für die gesamte Branche. Wie genau dies gelingen soll und welche Firmen derzeit an den neuen Mobilitätskonzepten arbeiten, sehen wir uns hier in diesem Artikel an.

Fünf Stufen zum autonomen Fahrzeug

Für etwa 90 Prozent der Unfälle, die Tag für Tag im Straßenverkehr geschehen, ist der Mensch verantwortlich. Aus rein statistischer Sicht ist schon dies ein starkes Argument dafür, dem autonomen Fahren eine Chance zu geben. Aktuell gliedern Forscher und Entwickler das Projekt in fünf unterschiedliche Stufen. Das erste davon, welches das assistierte Fahren beschreibt, ist schon heute Realität.

Schon im zweiten Level soll das Auto einige Funktionen selbst übernehmen. Es hält die eigene Spur, sorgt für den passenden Abstand, bremst und beschleunigt völlig automatisch. Ab Level 3 ist der Wagen dazu in der Lage, die Aufgaben auch komplett ohne Eingriffe des Fahrers zu übernehmen. Erst ab Level 5 gibt es keinen Fahrer im klassischen Sinne mehr, während der Wagen alle relevanten Aufgaben selbst übernimmt.

Trendthema mit großem Potenzial

Unternehmen wie die FMS GmbH, die sich mit Future Mobility beschäftigt, sehen für die neue Technologie ein enormes Potenzial. Bis zum Jahr 2035 sollen bereits 50 Millionen autonome Fahrzeuge unterwegs sein. Das Unternehmen aus dem Bereich der Future Mobility zählt zu den Beteiligten, welche diese Entwicklung voranbringen möchten.

Derzeit ist auf der Stufenleiter der Future Mobility bereits das Level 2 erreicht. Einzelne Fahrzeuge verfügen über die technischen Systeme, um einige Aufgaben des fahren selbst zu übernehmen. Nun liegt es nicht nur an den Herstellern, per Update die neuen Funktionen anzubieten. Auf der anderen Seite muss der Gesetzgeber dafür sorgen, dass es auf öffentlichen Straßen auch erlaubt ist, die modernen Systeme zum Einsatz zu bringen. Nicht zuletzt die ethischen Fragen, wie sie sich zum Beispiel im Falle eines Unfalls stellen, müssen bis dahin allerdings beantwortet sein.

Tesla mit ersten Fortschritten

Zu den Unternehmen, die sich das autonome Fahren frühzeitig auf die Fahnen geschrieben haben, zählt in diesen Tagen Tesla. Das Unternehmen bietet derzeit schon einen "Autopiloten" an, den die Käufer zusätzlich erwerben können. In Deutschland ist dies für die Verbraucher bis dato aber kein entscheidender Beweggrund. Schließlich verbirgt sich dahinter lediglich ein technisches System auf dem Level 2. Außerdem ist der Einsatz der Software in Deutschland aktuell noch nicht erlaubt.

BMW konnte zuletzt mit dem BMW Vision iNext für Aufsehen sorgen, der noch in diesem Jahr in Serie gehen soll. Das Fahrzeug kann auf dem Level 3 Fahraufgaben übernehmen und damit auch auf Autobahnen eingesetzt werden. Solche Modelle wurden jüngst gemeinsam mit dem US-amerikanischen Unternehmen Lyft in Las Vegas auf die Straße gebracht.

Mit entsprechenden Updates will das Unternehmen seinen Kunden in Zukunft die Funktionen bis hinauf zu Level 5 freischalten. Experten gehen davon aus, dass dies auch andere Unternehmen dazu veranlasst, ihre Neuwagen mit den Angeboten auszustatten. Doch bis dahin müssen nicht zuletzt die rechtlichen Hürden aus der Welt geschafft werden, die den flächendeckenden Einsatz der Technik bis zum heutigen Tage verhindern.

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