Umwelt & Eco

Neue Sportfahrräder 2018 - Leichter, elektrischer, exklusiver

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Scharfes Teil: Das AMG R.S2 Limited Edition von Rotwild Foto: Rotwild

Bei den Mountainbikes gehören E-Antriebe fast schon zum Standard. Jetzt sollen auch Rennräder elektrisch werden. Leichtbau und Exklusivität werden in beiden Segmenten wichtiger.

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Die technische Verfeinerung sportlicher Fahrräder nimmt immer weiter zu. Neben Leichtbau und feinen Komponenten hat vor allem die Elektrifizierung des Antriebs einen hohen Stellenwert bekommen. 2018 werden entsprechend viele neue Rennräder und Mountainbikes mit Pedelec-Technik kommen. Zudem gibt es einige von Autoherstellern gebadgte Edel-Renner zu teilweise aberwitzigen Preisen.
 
Die meisten Radler dürften sich noch schwer tun mit dem Gedanken, ein elektrisch angetriebenes Rennrad zu fahren. Doch die Fahrradindustrie wittert hier ein großes Geschäft und hat für 2018 viele neue Modelle in Stellung gebracht. Ab März schickt KTM mit der Macina Flite ein optisch ansprechendes Pedelec zum Preis von rund 3.500 Euro ins Rennen. Deutlich teurer, nämlich rund 6.000 Euro, ist das nur 13 Kilogramm leichte Pinarello Nytro. Dank Fazua-Motor und einer im Carbon-Rahmen integrierten Batterie fällt der eingebaute Rückenwind bei dieser italienischen Schönheit kaum ins Auge. Der E-Antrieb soll vor allem bei quälenden Bergtouren den Fahrer unterstützen. So reicht der 252-Wh-Akku im Nytro für etwa 1.400 Höhenmeter. Ebenfalls auf den fast unsichtbaren Fazua-Antrieb setzt Bianchi beim E-Dorado. Alternativ bieten die Italiener mit dem Impulso E-Road noch eine Gravel-Adventure-Rennmaschine mit einem sehr kompakten und unter drei Kilo leichten 36-Volt-Mittelmotor von Polini. Die Batterie soll gut 200 Kilometer Reichweite erlauben. Der Preis dürfte bei über 4.000 Euro liegen. Der spanische Hersteller Orbea hat mit dem Gain ein E-Rennrad im Portfolio, das ebenfalls auf unsichtbare Elektroantriebs-Komponenten setzt. Am Hinterrad gibt es einen unscheinbaren Nabenmotor, der Akku steckt fest im Rahmen. 100 Kilometer und 1.500 Höhenmeter soll die Batterie packen. Das Einstiegsmodell D40 ist mit 1.900 Euro sogar vergleichsweise günstig.
 
Konventionell getrieben, dafür aber besonders exklusiv sind einige in Kooperation mit  Sportwagen-Herstellern entwickelte Rennräder. Gleich drei Highend-Bikes wurden hier jüngst vorgestellt, die sich unter anderem durch Carbon-Rahmen und extrem wenig Gewicht auszeichnen und preislich in teilweise schon aberwitzige Regionen bewegen. Mit knapp über 7.000 Euro noch vergleichsweise günstig ist das von Rotwild und AMG entwickelte R.S2 Limited Edition. Trotz Carbon-Rahmen wiegt die schicke Rennmaschine knapp über sieben Kilogramm, was unter anderem einer Performance-Bremsanlage geschuldet ist. Über 10.000 Euro mehr muss man für das von der deutschen Zweiradschmiede Storck in Kooperation mit Aston Martin entwickelte Fascenario.3 Special Edition. Das nur 5,9 Kilogramm leichte Bike bietet eine elektrische Kettenschaltung und eine von Aston Martin entwickelte Lackierung namens Argentum Nero. Nochmals leichter, nämlich weniger als fünf Kilogramm, wiegt das Bugatti-Rad von PG. Die zu 95 Prozent aus Carbon bestehende Konstruktion bewegt sich mit mindestens 45.000 Euro allerdings weit jenseits normaler Preisvorstellungen.
 
Bei Mountainbikes ist das Angebot elektrisch angetriebener Modelle schon vor einigen Jahren explodiert und wächst dennoch munter weiter. Ein spezielles Wachstumssegment sind E-Mountainbikes für Kinder, die es Eltern ermöglichen, ihre Bergtouren mit dem Nachwuchs zusammen zu bestreiten. Das Angebot mit 20 bis 24 Zoll großen Rädern mit zum Teil anspruchsvoller Komponentenausstattung ist in jüngster Zeit deutlich gewachsen. Parallel wird aber auch das Angebot elektrischer Mountainbikes für Erwachsene zunehmend anspruchsvoller und die Räder zudem leichter. Eine eindrucksvolle Marke setzt zum Beispiel das eRS7 von Five Bike mit Fazua-Antrieb. Dank Carbon-Rahmen bringt es das Hardtail auf lediglich 12,7 Kilogramm. Auch bei der Qualität wird gern geklotzt. Ein Beispiel bietet der Schweizer Hersteller BMC mit dem Trailfox AMP. Das Fully mit einem im Carbon-Rahmen integrierten Mittelmotor von Shimano setzt auf durchweg hochwertige Komponenten, die einen Preis von rund 12.000 Euro rechtfertigen sollen.

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