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DLR testet neuen Schutz vor Abbiegeunfällen - Totwinkel-Warner für die Kreuzung

  • In AUTO
  • 11. März 2018, 11:30 Uhr
  • Mario Hommen/SP-X
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Vier Wochen will die DLR das Amber-Light-System an einer Ampelkreuzung in Braunschweig testen Foto: DLR

Ampelquerungen bergen für Radfahrer immer das Risiko, von abbiegenden Autofahrern übersehen zu werden. Eine neue Warntechnik soll Abhilfe schaffen.

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SP-X/Köln. Ein neues Warnsystem könnte Radfahrer künftig besser vor Abbiegeunfällen schützen. Das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelte Konzept ,,Amber Light" mit dynamischer Warnfunktion wird ab dem 12. März an einer Braunschweiger Kreuzung erprobt. 
 
Zunächst einmal handelt es sich beim Amber Light um ein typisches Ampelwarnlicht mit Radfahrersymbol. Doch statt pauschal bei jeder Grünphase blinkend auf querende Radler hinzuweisen, wird die DLR-Variante nur bei Kollisionsgefahr aktiv. Für diese zielgerichtete Warnung kommen an der Kreuzung zusätzlich Kameras zum Einsatz, die Rad- und Autofahrer registrieren und Daten liefern, anhand derer sich berechnen lässt, ob sich die Wege beider Verkehrsteilnehmer kreuzen. Wird dies wahrscheinlich, beginnt das Warnlicht zu blinken. Je höher die Gefahr, desto höher die Blinkfrequenz.
 
Das Auslösen von Warnungen soll während der anstehenden, vierwöchigen Testphase protokolliert und später anhand der Kamerabilder ausgewertet werden. Damit wollen die Forscher eruieren, ob das Amber Light im Vergleich zu einer Periode ohne dieses Warnlicht zur einer Verringerung kritischer Situationen geführt hat. 

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