Ratgeber & Verkehr

Unfallrisiko für Kinder auf dem Schulweg erhöht - Vorsicht, Schulanfang!

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Vorsicht, Schulanfang! Foto: ADAC

Alle 18 Minuten ist 2016 ein Schulkind im Straßenverkehr verunglückt. Autofahrer sollten jetzt gerade besonders viel Rücksicht nehmen. 

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In den ersten Bundesländern hat die Schule wieder begonnen, deshalb sollten Autofahrer derzeit besonders vorsichtig fahren. Erstklässler aber auch ältere Kinder lassen sich leicht ablenken und sind mit komplexen Verkehrssituationen oft überfordert. Dabei sind Jungen eher gefährdet.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sprechen eine traurige Sprache: Im Jahr 2016 sind in Deutschland rund 28.500 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren bei Verkehrsunfällen verunglückt, 66 von ihnen tödlich. Damit kam aus dieser Altersgruppe im Durchschnitt alle 18 Minuten ein Kind im Straßenverkehr zu Schaden.

Besonders häufig verunglücken 6- bis 14-jährige Kinder mit dem Fahrrad, 32 Prozent aller Unfälle geschehen nach Angaben von Destatis so. Zudem kamen 39 Prozent in einem PKW zu Schaden, 23 Prozent waren zu Fuß unterwegs. Jungen hatten dabei ein deutlich höheres Unfallrisiko als Mädchen: Von den mit dem Rad verunglückten Kindern waren 67 Prozent Jungen, von den zu Fuß verunglückten 57 Prozent. Die Gründe dafür vermuten die Statistiker in der stärkeren Verkehrsbeteiligung von Jungen und der größeren Risikobereitschaft .Besonders viele Kinder im Schulalter verunglückten 2016 in den Zeiten, in denen sie sich normalerweise auf dem Weg zur Schule befinden. Gemessen an den Verunglückten des gesamten Tages wurden 16 Prozent dieser Kinder morgens zwischen 7 und 8 Uhr verletzt oder getötet.Trotzdem sollten Eltern ihr Kind nicht ständig mit dem Auto zur Schule bringen, sondern lieber den Weg zusammen zu Fuß gehen, empfiehlt der ADAC. Denn für das Erlernen des richtigen Verhaltens im Straßenverkehr ist das Gefahrenwerden der falsche Weg. Durch den Fahrservice lernt das Kind kein verkehrsgerechtes Verhalten und bewegt sich auch in anderen Situationen nicht sicher durch den Straßenverkehr.

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