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5x Tipps zum Start bei einer Oldtimer-Rallye - Sportlich unterwegs im eigenen Klassiker

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  • 22. Februar 2019, 13:25 Uhr
  • Hanne Schweitzer/SP-X
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Eine Rallye gehört für viele Oldtimer- und Youngtimer-Besitzer zum bestimmungsgemäßen Gebrauch ihres Klassikers dazu Foto: Rolls-Royce

Wer sich in diesem Sommer den Traum erfüllen will, zum ersten Mal bei einer Oldtimer-Rallye mitzufahren, der muss sich sputen: Die ersten Anmeldefristen laufen bald ab. Fünf Tipps, worauf man achten sollte.

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Hier ist der Weg tatsächlich das Ziel: Eine Rallye gehört für viele Oldtimer- und Youngtimer-Besitzer zum bestimmungsgemäßen Gebrauch ihres Klassikers dazu. Wer in diesem Sommer zum ersten Mal an einer solchen gemeinsamen Ausfahrt teilnehmen will, findet hier fünf Tipps - von der Auswahl bis zur richtigen Einstellung.  

Auswahl: Viele dutzend Oldtimer-Rallyes finden jährlich in Deutschland und seinen Nachbarländern statt, jede hat ihren eigenen Charakter - mit geschwungenen Passstraßen, idyllischen Alleen, einsamen Landstraßen, romantischen Dörfern oder malerischer Landschaft. Einige Ausfahrten sind ambitionierter, andere touristischer, wieder andere konterkarieren das klassische Rallye-Reglement, wie die Creme-21-Rallye. Bei der Auswahl hilft nur eine intensive Recherche im Internet oder in Oldtimer-Zeitschriften. Ein Tipp für alle, die in ihrer Heimat fahren wollen: Regionale Oldtimerclubs kennen erst recht die schönsten Strecken, zu ihren Tagesrallyes, deren Preise unter 100 Euro starten, kann man sich oft auch spontan anmelden.

Anreise: Da die meisten Enthusiasten ihr Rallye-Fahrzeug nicht auf einem Trailer, sondern auf eigener Achse transportieren, sollte bei der Auswahl der Rallye auch die An- und Abfahrt berücksichtigt werden. Da es sich in einem alten Auto weder so bequem noch so schnell reist wie in einem modernen, empfiehlt sich gegebenenfalls nicht unbedingt die entfernteste Region als Austragungsort. Oder aber man plant viel Zeit für die Hin- und Rückfahrt ein - die anstrengende Anreise kann einem sonst den Start in das neue Hobby verleiden.

Auto: Ob das eigene Fahrzeug teilnehmen darf, erfährt man in der Ausschreibung, zum Beispiel auf der Homepage des Veranstalters. Bei einer Schnauferl-Rallye liegt der Schwerpunkt auf Vorkriegsfahrzeugen, bei einer Youngtimer-Rallye auf Fahrzeugen etwa zwischen 1975 und 1999, Oldtimer-Rallyes liegen oft irgendwo dazwischen, wobei es für das Alter nach oben meist keine Beschränkung gibt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, wer mitmachen darf entscheidet der Veranstalter - im Zweifel hat man bei früher Nennung in einem seltenen Auto die besseren Karten.

Vorbereitung: Der Tageskilometerzähler (wichtig für die Navigation mit dem Roadbook) sollte in Ordnung sein, wer ambitionierter ist, installiert im Auto gleich einen Wegstreckenzähler (,,Tripmaster"). Für die Wertungsprüfungen sollten mindestens zwei Stoppuhren an Bord sein. Übung macht den Meister - wer seinen Lerneffekt beschleunigen will, kann ein Rallye-Training absolvieren, das es von verschiedenen Anbietern gibt, manche Rallyes bieten eine Kurzschulung vor dem Start an. In jedem Fall sollte man sein Auto vor dem Start einem gründlichen Check unterziehen (lassen). Die oft vielen hundert Kilometer (plus Anreise) in kürzester Zeit abzuspulen, verlangt einem sonst nur sporadisch genutzten Schätzchen einiges ab. Mal abgesehen vom Sicherheitsaspekt ist nichts ärgerlicher, als mitten im schönsten Rallye-Geschehen liegenzubleiben.

Einstellung: Bei einer Oldtimer-Rallye geht nicht um Geschwindigkeit, sondern um möglichst gleichmäßiges Fahren. Wer aber lediglich eine geführte Ausfahrt machen möchte, ist von einer Mehrtages-Rallye schnell genervt. Der Beifahrer muss über das Roadbook navigieren, zu viel Zeit darf man sich nicht lassen, Stempelkontrollen überprüfen das. Setzt man sich vom Teilnehmerfeld ab und geht Kaffeetrinken, wird das nicht gern gesehen. Ein kleines bisschen sportlicher Ehrgeiz gehört eben dazu, verbissenes Gewinnenwollen ist aber für den Spaß an der Sache auch nicht förderlich. Wer es lockerer angehen will, nimmt in der offenen Klasse teil, in der Hilfsmittel bis zur Rallye-App auf dem iPad benutzt werden dürfen, in der Sanduhr-Klasse wird nur mit mechanischen Stoppuhren/Tripmaster gefahren.

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