Unfall

Neues Zubehör fürs Erste-Hilfe-Set

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  • 28. Mai 2020, 12:53 Uhr
  • Rudolf Huber
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mid Groß-Gerau - Der Inhalt des Erste-Hilfe-Sets im Auto muss um einen Mundschutz ergänzt werden. R+V-Infocenter

Unterlassene Hilfeleistung etwa bei einem Verkehrsunfall ist auch in Corona-Zeiten strafbar, Wegschauen keine Alternative. Wer Verletzten helfen will, kann aber kaum einen Sicherheitsabstand einhalten. Deshalb ist jetzt eine Ergänzung des Erste-Hilfe-Sets in Auto nötig.


Unterlassene Hilfeleistung etwa bei einem Verkehrsunfall ist auch in Corona-Zeiten strafbar, Wegschauen keine Alternative. Wer Verletzten helfen will, kann aber kaum einen Sicherheitsabstand einhalten. Deshalb ist jetzt eine Ergänzung des Erste-Hilfe-Sets in Auto nötig.

Autofahrer sollten deshalb in ihren Kasten oder das Kissen mit der Basisausstattung für die Erste Hilfe einen Mundschutz und Desinfektionsmittel packen, rät das R+V-Infocenter. "Bei einem Herzstillstand oder schweren Blutungen geht es oft um Minuten. Ersthelfer können Leben retten, wenn sie die Blutungen stillen oder mit einer Herzdruckmassage beginnen", sagt Katharina Donner, Beratungsärztin bei der R+V Krankenversicherung.

Selbstverständlich müsse sich aber niemand selbst gefährden. "Da eine Mund-zu-Mund-Beatmung bei Fremden derzeit riskant ist, können Helfer darauf verzichten. Sie ist für Laien ohnehin nicht zwingend erforderlich."

Wer im Kontakt mit anderen Menschen einen Mundschutz anlege und sich die Hände nach der Hilfeleistung gründlich desinfiziere, verringere die Infektionsgefahr, so die Medizinerin. Wer selbst zur Risikogruppe gehöre und deshalb nicht in die Nähe der Verletzten gehen wolle, könne trotzdem aktiv werden und den Notruf absetzen, die Unfallstelle absichern und andere zur Hilfeleistung auffordern.

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