Mit dem Boreal bringt Renault ein viertes Modell für Märkte außerhalb Europas auf den Markt. Aktuell setzt der französische Konzern rund 700.000 Fahrzeuge dort ab und ist so nach eigenen Angaben die weltweit meistverkaufte französische Automarke. Um diese Stellung zu halten, wird Renault insgesamt drei Milliarden Euro investieren und in den nächsten Jahren acht Modelle für diese internationalen Märkte entwickeln. Nach dem Kardian, Duster und Grand Koleos soll jetzt auch der neue Boreal als viertes Modell dort angeboten werden, wo SUV im C-Segment noch eine Nebenrolle spielen. Es herrscht also Halbzeit bei Renaults globaler Expansion.
Produziert wird das neue Fahrzeug im brasilianischen Werk in Curitiba und in Bursa in der Türkei. Während das brasilianische Werk für 17 lateinamerikanische Märkte verantwortlich ist, werden die in der türkischen Fabrik hergestellten Boreal auf 54 Märkten in Osteuropa, dem Nahen Osten und die Mittelmeerländer abgesetzt. Der Boreal nutzt eine neue modulare Plattform, die mit dem Kardian eingeführt wurde. Das Ergebnis ist ein 4,56 Meter langes SUV mit einem Radstand von 2,70 Metern, was sich in einen großzügig gestalteten Innenraum übersetzt. Als Antrieb wählten die Renault-Entwickler für den Marktstart einen 1,3-Liter-TCe-Turbomotor mit Start-Stopp-System und Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, der je nach Markt als Benziner oder – vor allem in Brasilien – auch für den Einsatz von Ethanol geeignet ist. Die Leistung von bis zu 163 PS (120 kW) wird auf die Vorderräder übertragen. (aum)

