Elektromobilität

Jeder Fünfte darf beim Arbeitgeber kostenlos Strom tanken

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Ladesäulen. Photo: E.ON/Malte Braun via Autoren-Union Mobilität

Eine aktuelle Eon-Umfrage unter mehr als 1000 Fahrerinnen und Fahrern vollelektrischer Fahrzeuge zeigt die Bedeutung des sogenannten Destination Charging. Gefragt, wo sie im Alltag Ladestationen erwarten, nennen 70 Prozent der E-Autofahrenden an erster Stelle Einkaufszentren und Baumärkte, also Orte, an denen das Auto oftmals mehrere Stunden steht. „61 Prozent der E-Mobilisten erwarten, dass sie die Zeit während des Wocheneinkaufs effizient zum Laden nutzen können“, zitiert Christoph Ebert, Geschäftsführer bei Eon Drive Deutschland, aus der Studie. An Supermärkten und Lebensmittelgeschäften mit einer Aufenthaltsdauer von meist unter einer Stunde sind Schnellladestationen mit 50 Kilowatt und mehr sinnvoll.

Am zweithäufigsten genannt: innenstädtische Parkhäuser. Beispielsweise während eines Stadtbummels wollen 65 Prozent ihr E-Auto aufladen können. Wegen der längeren Standzeit reichen hier zumeist Wallboxen mit Ladeleistungen von elf kW oder 22 kW aus. Gemeinsam mit dem Parkraumbetreiber Contipark elektrifiziert Eon derzeit Parkhäuser in deutschen und österreichischen Städten. Bislang wurden im Rahmen der Kooperation mehr als 1000 Ladepunkte in 22 Städten errichtet. Die Ausstattung weiterer Contipark-Parkhäuser läuft derzeit.



Auffällig ist, dass Familien das Laden möglichst nahtlos in den Alltag integrieren wollen. 73 Prozent der befragten Eltern geben an, an Bahnhöfen und Flughäfen Ladestationen zu benötigen (alle Befragten: 50 Prozent) und naturgemäß ist der Wunsch nach Ladestationen an Freizeitparks oder Zoos (73 Prozent vs. 45 Prozent) und Sportstätten wie etwa Schwimmbädern (42 Prozent vs. 26 Prozent) deutlich höher als beim Durchschnitt der Befragten. Um das Pendeln zwischen Zuhause und Arbeitsplatz effizient zu gestalten, wünschen sich zudem 55 Prozent der Befragten mit Kindern Ladestationen an ihrem Arbeitsort. Bei den Arbeitnehmern ohne Kinder sind es 44 Prozent.



Aktuell können laut Umfrage 24 Prozent der Berufstätigen mit E-Auto kostenlos am Arbeitsplatz laden; 22 Prozent gegen Bezahlung des Ladestroms. Neun Prozent der E-Autofahrerinnen und -fahrer geben an, ihr Auto am häufigsten bei der Arbeit aufzuladen. Das Laden des E-Autos am Arbeitsplatz ergibt nicht nur für diejenigen Sinn, die keine eigene Wallbox zuhause haben. Mit Standzeiten von mehreren Stunden reichen hier Ladeleistungen von elf kW aus. Entsprechend sind Anschaffung und Installation der notwendigen AC-Ladeinfrastruktur vergleichsweise günstig und unkompliziert. Dynamisches Lastmanagement sorgt außerdem für eine optimierte Auslastung des vorhandenen Netzanschlusses und ermöglicht günstigere Ladepreise. Wo es möglich ist, bietet sich an, die Ladeinfrastruktur mit Photovoltaik und einem stationären Batteriespeicher gesamtheitlich zu planen. (aum)

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