Neuheit

Kombi auf Klassenreise

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Skoda Octavia Combi. Photo: Skoda via Autoren-Union Mobilität

Der Skoda Octavia Combi galt lange Zeit als Auto der Vernunft. Wer keinen Premium-Stern, aber ein Maximum an Pragmatismus wollte, wurde hier glücklich: viel Platz, solide Technik, niedriger Preis. Mit der Modellpflege der vierten Generation präsentiert sich der tschechische Bestseller ambitionierter denn je – technisch wie preislich.

Im Alltagstest mit dem 150 PS starken Mildhybrid-Benziner zeigt der Octavia Combi einmal mehr, was ihn groß gemacht hat: Er fährt komfortabel, leise und erstaunlich effizient. Der kultivierte Antrieb liefert genug Kraft für Alltag und Langstrecke, das Fahrwerk ist ausgewogen abgestimmt, die Sitze langstreckentauglich. Besonders herausragend bleibt das Raumangebot: Mit bis zu 1700 Litern Ladevolumen, flacher Ladekante und variablem Ladeboden punktet der Octavia wie eh und je. Dazu kommt mit der jüngsten Modellauffrischung ein ordentliches Technik-Update. Zwei große Displays, gute Sprachsteuerung, hochwertige Materialien und clevere Details wie USB-C-Anschlüsse im Fond oder integrierte Sonnenrollos lassen kaum Komfortwünsche offen – zumindest, wenn man bereit ist, tiefer in die Tasche zu greifen.



Denn der neue Octavia Combi weiß, was er wert ist – und verlangt es auch. Knapp 37.000 Euro stehen mindestens auf dem Preisschild der getesteten „Selection“-Variante. Mit ein paar Extras wird daraus schnell ein 50.000-Euro-Kombi. Für ein Auto ohne Allrad, Matrix-LED-Licht oder adaptives Fahrwerk ist das eine Ansage – und könnte die preissensiblen Fans der ersten Stunde verschrecken.



Der neue Octavia Combi ist zweifellos ein großartiger Allrounder mit enormem Nutzwert und hoher Alltagstauglichkeit. Nur das vernünftige Preis-Leistungs-Verhältnis, einst sein größtes Ass, gerät ins Wanken. Bleibt zu hoffen, dass Skoda nicht vergisst, woher der Erfolg kommt – und wer ihn möglich gemacht hat. (aum)



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