Bio-Kraftstoffe könnten möglicherweise das CO2-Problem mindern. Die große Abhängigkeit von Energie- Importen würde wohl bleiben.
SP-X/Köln. Die Autoindustrie will alternative Kraftstoffe wie Biodiesel und HVO100 nutzen, um ihren Klimaschutzverpflichtungen nachzukommen. Angesichts der geringen Produktion dürfte das schwierig werden: So lag die jährliche Biodiesel-Produktion in der EU in den vergangenen Jahren ziemlich stabil um die 16 Milliarden Liter. Davon entfielen rund 5 Milliarden Liter auf die relativ neue Variante HVO100, wie aus einer Statista-Grafik auf Basis von Zahlen des US-Landwirtschaftsministeriums hervorgeht. Zum Vergleich: Der jährliche Verbrauch an Diesel (ohne Heizöl) in der 27er-EU liegt bei rund 260 Milliarden Litern.
Zuletzt wies auch der Umweltverband Transport & Environment auf die schlechte Verfügbarkeit des Kraftstoffs hin. Der Bedarf wäre, wenn überhaupt nur aus Importen zu decken: Bereits heute würden rund 60 Prozent der Biokraftstoffe in Europa – inklusive der Benzin-Varianten – aus Drittländern eingeführt. Mit einer zusätzlichen Nachfrage, die durch von der Industrie geforderte Ausnaheregelung beim Verbrennerverbot entstehen würde, könnte dieser Anteil bis 2050 auf 90 Prozent steigen.
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